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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 23. Mai 2014

Integration: Ehrung für stille Helden

FREUDE: OB Mentrup (Dritter v. li.) mit den Preisträgern  Abier Bushnaq, Rüstü Aslandur  Christoph Rapp und Norbert Vöhinger. Daneben Barbara Mehnert,  Iris Sardarabady (re.) und Eva Geerken (li.) vom Ibz.  Foto: Knopf

FREUDE: OB Mentrup (Dritter v. li.) mit den Preisträgern Abier Bushnaq, Rüstü Aslandur Christoph Rapp und Norbert Vöhinger. Daneben Barbara Mehnert, Iris Sardarabady (re.) und Eva Geerken (li.) vom Ibz. Foto: Knopf

 

Integrationspreis des ibz vor großer Kulisse vergeben

So gut besucht ist der Bürgersaal des Rathauses selten. Selbst auf der Empore war bei der Verleihung des 18. Karlsruher Integrationspreises kein Platz mehr zu finden. Daher zeigte sich die Festrednerin des Abends, Dr. Lale Akgün, darüber beeindruckt, welch hohen Stellenwert dieser Preis in der Fächerstadt genießt.

Begrüßt wurden die Gäste von Barbara Mehnert, der Vorsitzenden des Internationalen Begegnungszentrum (ibz). „Wir möchten heute das Beispielhafte von Gruppen und Einzelpersonen würdigen und ein Zeichen setzen, Vorurteile zu überwinden“, betonte sie. Und beispielhaft ist das Wirken der Ausgezeichneten zweifellos. Zu den Geehrten zählten Dr. Abier Bushnaq, Christoph Rapp, der deutschsprachige Muslimkreis Karlsruhe sowie Norbert Vöhringer. Bei Letzterem, einst Initiator von Ibz und Integrationspreis, gab es im Saal Standing Ovations für den „Macher mit Herz“, wie ihn Laudator Franz Hoß bezeichnete.

Viel Lob gab es auch von OB Frank Mentrup. „Sie alle sind stille Helden und Heldinnen. Vielfalt bereichert bekanntlich das Leben in einem Kontext, in dem wir uns alle gemeinsam als Verantwortungsgesellschaft begreifen.“ In ihrem Festvortrag „Integration als Zukunftsthema“ sprach Lale Akgün über die Einwanderungsgesellschaft und den Prozess der Integration, der sich immer wieder erneuere. Wichtig sei, dass in einer toleranten Gesellschaft die Regeln des Rechtsstaats von allen eingehalten werden. „In einer Bürgergesellschaft werden die gesellschaftlichen Muster von morgen gemeinsam ausgehandelt.“ Von einem „hohen persönlichen Einsatz für Flüchtlinge“ sprach Laudator Dankwart von Loeper (Menschenrechtszentrum) bei der Preisträgerin Abier Bushnaq.

Die Laudatio für Christoph Rapp übernahm Meri Uhlig, Integrationsbeauftragte der Stadt. „Der Geehrte ist ein echtes Vorbild. Beruflich und ehrenamtlich engagiert er sich schon viele Jahre intensiv für Migranten.“ Die Auszeichnung für den Muslimkreis übernahm Albrecht Fitterer-Pfeiffer (Christlich-islamische Gesellschaft), deren Arbeit er als „segensreich“ bezeichnete. Und groß war der Applaus auch beim früheren Bürgermeister und Sozialdezernenten Norbert Vöhringer. Sein Leben habe er dem Kampf gegen Ignoranz, Fremdenfeindlichkeit und Nationalismus gewidmet, so Laudator Hoß, ehe es zum festlichen Empfang ins Rathausfoyer ging. -voko-

 
 

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