Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 23. Mai 2014

Wirtschaft: IKEA-Einrichtungshaus kommt an Durlacher Allee

SO KÖNNTE IKEA IN KARLSRUHE aussehen. 2017 will der schwedische Möbelkonzern sein Haus am Weinweg eröffnen. Grafik:Ikea

SO KÖNNTE IKEA IN KARLSRUHE aussehen. 2017 will der schwedische Möbelkonzern sein Haus am Weinweg eröffnen. Grafik:Ikea

 

Eröffnung 2017/2,3 Millionen Besucher im Jahr/Neues Konzept für Flächen in zentraler Lage

Die Entscheidung ist gefallen. IKEA will im Sommer 2017 an der Durlacher Allee ein Einrichtungshaus mit rund 25.500 Quadratmetern Verkaufsfläche eröffnen. Rund 80 Millionen Euro plant IKEA in den Neubau auf dem Areal zwischen Weinweg und Bahntrasse zu investieren, rund 200 Arbeitsplätze sollen neu geschaffen werden.

Das Angebot soll das komplette Sortiment mit seinen etwa 9.500 Artikeln umfassen und 2,3 Millionen Besucher pro Jahr nach Karlsruhe locken - mehr als nach Walldorf (rund zwei Millionen) oder nach Freiburg (unter zwei Millionen). „Karlsruhe ist seit langem ein großer Favorit auf unserer Wunschliste für neue Standorte“, sagt Johannes Ferber, Expansionschef IKEA Deutschland, bei der Präsentation des Projekts im Karlsruher Rathaus. Seit 2001 bemüht sich das schwedische Möbelhaus um die Ansiedlung in der Fächerstadt. Damals benötigte das IKEA-Konzept allerdings Grundstücksgrößen von bis zu 100.000 Quadratmetern, und die hätten in Karlsruhe einfach nicht zur Verfügung gestanden. Mittlerweile habe IKEA "neue Konzepte, speziell für kleinere, zentral gelegene Grundstücke entwickelt", sagt Ferber und freut sich darüber, dass es damit  "an der Durlacher Allee das erste Mal eine gute Chance" gab, die Pläne auf dem 29.000 Quadratmeter großen Areal zu verwirklichen.

„Karlsruhe und IKEA passen gut zusammen“, zeigte sich auch Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup im Pressegespräch überzeugt. Für die Stadt stehe im Vordergrund, "den Einzelhandelsstandort und das Oberzentrum Karlsruhe zu stärken" - auch in Richtung Südpfalz und Elsass. In der Bewertung von Verkehrs- und Umweltaspekten sind sich Ferber wie Mentrup einig. IKEA habe bereits früh Bereitschaft gezeigt, gemeinsam mit der Stadt "ein innovatives Mobilitätskonzept zu entwickeln, das die Stärken Karlsruhes als Fahrrad- und CarSharing-Stadt nutzt und das Modell unseres öffentlichen Personennahverkehrs berücksichtigt“, unterstreicht OB Mentrup. "Wir sind bereit, in den Ausbau von Verkehrsinfrastruktur, ÖPNV und Elektromobilität zu investieren", erklärt Ferber.

IKEA geht bei seinen Prognosen davon aus, dass 15 Prozent der Besucher mit dem ÖPNV an den Weinweg kommen. Vorgesehen sind außerdem um die 200 Fahrradparkplätze und ein CarSharing-Angebot, bei dem man mit Elektromobilen seine Einkäufe nach Hause bringen kann. Von den 1.500 geplanten Parkplätzen wird ein Teil für EnBW-Angestellte reserviert sein. Die Bäume entlang der Durlacher Allee bleiben übrigens erhalten.

Ein besonderes Anliegen ist OB Mentrup das "verträgliche Miteinander" zwischen IKEA und dem Handel in der City. "Wir gehen von einer Stärkung des vorhandenen Einzelhandels aus", bekräftigt Ferber und verweist auf Erfahrungen am stadtnahen Standort in Ulm. OB Mentrup sagt zudem zu, dass die Wirtschaftsförderung auf die Mieter auf dem Areal zugehen wird. Ferber kündigte zudem für den Herbst eine offene Veranstaltung an, in der IKEA gemeinsam mit der Stadt die Bürgerschaft informieren will.
Die Kommune wird auch finanzieller Gewinner sein: Die Gewerbesteuer geht zu 100 Prozent in die städtische Kasse. Ferber geht von einem siebenstelligen Betrag aus - vom ersten Jahr an. bw

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe