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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 30. Mai 2014

Kommunalwahl: Gewinn und Verlust

 

Karlsruhe hat gewählt / Stimmen zum Wahlergebnis 2014

Gewonnen, verloren oder das Ergebnis gehalten: Während den einen der Wählerwille Feierlaune machte, war bei anderen die Enttäuschung riesengroß. Verlierer der Kommunalwahl 2014 ist die FDP. Die Liberalen sind künftig nur noch mit drei Stadträten vertreten. Die KAL büßt ihren Fraktionsstatus ein.

„Unser Ziel war es, stärkste Fraktion im Gemeinderat zu bleiben“, zeigte sich die Vorsitzende der CDU-Fraktion Gabriele Luczak-Schwarz zufrieden. Der Verlust des 14. Mandats sei zwar schmerzlich, die CDU werde ihre gute Arbeit zum Wohle der Karlsruher aber unverändert fortführen. Das neue Auszählverfahren biete kleinen Gruppierungen Vorteile, stellte die Christdemokratin fest.

Zufrieden mit dem Resultat war SPD-Fraktionschefin Doris Baitinger: „Die SPD konnte Stimmengewinne erzielen und ist wieder die zweitstärkste Kraft im Gemeinderat.“ Die Mischung aus erfahrenen Stadträten und Stadträtinnen sowie jungen Kandidaten habe offenbar den Geschmack der Wähler getroffen. Die künftige SPD sei so vielfältig wie Karlsruhe selbst.

Bettina Lisbach, Vorsitzende der GRÜNE-Fraktion, freute sich über das Vertrauen der Wähler. Mit zukünftig neun Stadträten werde sich ihre Partei weiter für ein soziales und ökologisches Karlsruhe engagieren und an Sachfragen orientierte Mehrheiten suchen. „Gleichzeitig freuen wir uns auf den frischen Wind, den unsere vier Neuen mitbringen“, ließ Lisbach wissen.

Sicher keine Euphorie, aber auch keinen Frust habe das Abschneiden der FDP in ihrer Partei ausgelöst, kommentierte FDP-Geschäftsführerin Barbara Kofler das Ergebnis. Niemand solle sich täuschen. Die FDP werde auch künftig ihre Stimme erheben und „klare liberale Kante zeigen“.

Für die KAL räumte Dr. Eberhard Fischer deren Niederlage ein. Zum Verlust des Fraktionsstatus meinte Fischer: „Schuld daran hat vor allem die parallele Europawahl.“ Lokale Gruppierungen hätten deshalb trotz eines engagierten Wahlkampfes verloren.

Auf einen „bunter“ gewordenen Gemeinderat freut sich Niko Fostiropoulos (Die Linke). Seine Partei habe 20 Prozent an Stimmen zugelegt. Das sei ein klarer Auftrag, weiterhin für linke Ziele wie kostenlose Kita oder sozial-preisgebundene Mietwohnungen einzutreten.

„Wir haben mehr erhofft“ räumte Jürgen Wenzel (FW) ein. Nur in Durlach und Hohenwettersbach sei es gelungen Visionen wie transparente Kommunalpolitik, intensive Bürgerbeteiligung und Unterstützung von Bürgerinitiativen zu vermitteln. Darin seien die Freien Wähler stark.

Das Ziel „Fraktionsstärke“ sei zwar verpasst worden, zwei Sitze im Gemeinderat seien gegenüber 2009 aber eine deutliche Verbesserung, zog Friedemann Kalmbach für die GfK Bilanz. Sein GfK wolle mit anderen Gruppierungen konstruktiv zusammenarbeiten. -Lä-

 
 

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