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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 30. Mai 2014

Stadtentwicklung: Entwicklungsgürtel strafft Stadtgestalt

 

Planungsteams stellten im Südwerk ihre Konzepte zum Räumlichen Leitbild Karlsruhe 2015 vor / Multimodalität

Ob Ring oder Süd- und Nordbänder: In ihren Konzepten zum Räumlichen Leitbild Karlsruhe 2015 ergänzten die Teams der Planungswerkstatt Räumliches Leitbild Karlsruhe 2015 den vom Schloss ausgehenden Fächer/Strahlenkranz um einen Kreis - verortet im Süden zwischen Rheinhafen und Bahnhof entlang der Südtangente sowie im Norden auf der Freihaltetrasse der Nordtangente mit östlichem Brückenschlag über den Hardtwald.

Dabei leiteten Machleidt/sinai/SHP,  berchtold­­krass/S.US/UC Studio und Team West 8/verkehr­plus diesen Entwicklungsgürtel aus der 300 Jahre alten Planstadt Karlsruhe ab. Er trennt innere und äußere Stadt und formt je nach Konzept mit weiteren  städtebaulichen Leitplanken die Stadt von morgen. Die Landschaftsstadt mit einer auf den Umweltverbund setzenden Mobilität fand sich in unterschiedlichen Ausprägungen wieder. „Ihr gemeinsamer Nenner, die Stadt über Landschaftsbestandteile weiter zu entwickeln, die in die Kernstadt wirken, ist ein spannender Ansatz“, so Planungsamtschefin Prof. Dr. Anke Karmann-Woessner in ihrem Resümee zur Schlusspräsentation.

Auf den Leitbildern der idealen (Plan)stadt, der schönen Stadt (in Bezug auf die Präsenz der vielfältigen Landschaft zwischen den Siedlungen) und prosperierenden Stadt  baut Machleidt/sinai/SHP sein Konzept auf. Den Zielkonflikt zwischen stagnierender und verbauter Stadt löst das Team über Transformation im „“Entwicklungsring“ auf, in dem derzeit „die größten Konflikte und gleichzeitig die größten Potentiale“ liegen. Stadt, Landschaft und Verkehr verzahnen sich mit arrondierten Siedlungen, einem Waldpark am Hardtwaldrand und gemischten Nutzungen am Haupt- und Güterbahnhof mit „Adressen“ direkt an der Autobahn und „großen, grünen Brücken“ über die Südtangente und dortigem aktiviertem Gewerbeband.

Auch bei berchtold­­krass/S.US/UC Studio stehen Landschaftstypen im Fokus - und der „Erreichbarkeitsring. Dieser weist innerer und äußerer Stadt andere Schwerpunkte zu. Je nach Lage verbinden sich Prinzipien wie „5-Minuten-Stadt“, „Stadt der Nachbarschaften“ oder „Stadt der Schnittstellen“ zu ortsspezifischen Qualitätsmerkmalen. Je nach Potentialen mündet dies im „Südband“ in Entwicklungsflächen mit „Mixed Zones“ und im „Nordband“ in Experimentierfeldern mit urbaner Landschaft, in polyzentralen Nachbarschaften und verbindenden beschatteten Radschnellwegen.

„Adressen einer Innovationslandschaft für ein enkeltaugliches Karlsruhe“ will West 8/verkehr­plus von innen nach außen mit den Themen Landschaftsraum, Stadtgefüge und Klimaanpassung bilden. Von der Kernstadt über eigenständige Stadtteile bis in die Landschaft sollen „Bewegungsräume als Erlebnisadern“ mit klaren Baukanten zum Stadtraum und zur Landschaft bebildet werden, abhängig vom Freiraumtyp. Arbeitsstätten sollen in Cluster gebündelt werden, mit der TechnologieRegion Karlsruhe Standortqualitäten herausgearbeitet werden. Der Drais- und Car-Sharing-Stadt stünde Multimodalität mit optimaler Verknüpfung der Verkehrsarten gut zu Gesicht. -rie-

 
 

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