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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 6. Juni 2014

Kommunalwahl: So einige Sprünge in das Plenum

KARLSRUHE HAT GEWÄHLT: Insgesamt 103.363 Wahlberechtigte gaben am 25. Mai bei der Kommunalwahl ihre Stimmen ab. Damit lag die Wahlbeteiligung dieses Mal bei 45,2 Prozent. Foto: Fränkle

KARLSRUHE HAT GEWÄHLT: Insgesamt 103.363 Wahlberechtigte gaben am 25. Mai bei der Kommunalwahl ihre Stimmen ab. Damit lag die Wahlbeteiligung dieses Mal bei 45,2 Prozent. Foto: Fränkle

 

Jetzt elf politische Kräfte

Die Kommunalwahl vom 25. Mai macht den Gemeinderat bekanntlich noch bunter. Mit dem Einzug von AfD, Piraten und PARTEI sitzen künftig elf politische Gruppierungen im Plenum. Das vorläufige Endergebnis der Wahl stellte der Gemeindewahlausschuss unter Vorsitz von OB Dr. Frank Mentrup jetzt auch mit minimalen Abweichungen als amtliches Endergebnis fest

Danach bleibt die CDU mit jetzt 26,7 Prozent stärkste politische Kraft. Mit dem um 1,5 Prozentpunkte schwächeren Ergebnis gegenüber der Wahl 2009 verloren die Christdemokraten zwar einen Sitz, bleiben aber mit 13 Sitzen größte Fraktion im Plenum. Die SPD, die mit 21,9 Prozent um 2,3 Prozentpunkte zulegte und die Grünen von Platz zwei verdrängte, kommt nach wie vor auf zehn Sitze. Die Grünen wiederum verloren mit ihrem minimalen Absinken von 20,1 auf 19,9 Prozent ein Mandat und belegen jetzt neun Sitze.

Karlsruher Liste nicht mehr Fraktion, dafür aber AfD

Die FDP, die nur noch 6,1 Prozent (2009: 12,6 Prozent) erzielte, verlor die Hälfte ihrer Sitze und stellt nur noch drei Stadträte im Bürgersaal. Ihren Fraktionsstatus büßte die Karlsruher Liste ein, die mit 4,2 Prozent künftig mit zwei statt bisher drei Sitzen vertreten ist. Auf Anhieb Fraktionsstatus erreichte die AfD, deren 5,6 Prozent zu drei Sitzen führte. Je zwei Mandate gingen an Die Linke, die von 4,2 auf 5,1 Prozent zulegte, die Piraten (3,4) und die GfK (3,2 Prozent). Je einen Sitz belegen die Freien Wähler (statt bisher zwei) und die PARTEI, der 1,1 Prozent für das Mandat reichten. Die Wahlbeteiligung lag mit 45,2 Prozent um 2,5 Prozentpunkte höher als die von 2009 (42,7 Prozent).

Kandidatensprünge innerhalb der Listen / KSC-Profi Yabo GfK-Stadtrat

Neben dem Absturz der FDP, dem starken Abschneiden der AfD und dem Einzug der kleinen Gruppierungen in den Bürgersaal sorgten auch Sprünge von Kandidatinnen und Kandidaten innerhalb der einzelnen Listen für so manche Überraschung. So sprintete KSC-Profi Reinhold Yabo auf der Liste der GfK völlig unerwartet von Platz 48 auf Platz 2 nach vorne und gehört damit dem neuen Gemeinderat an. Stimmenkönig wurde mit Parsa Marvi (48.585 Stimmen) erstmals seit Jahrzehnten wieder ein Sozialdemokrat, knapp dahinter folgte die Sprecherin der GRÜNE-Fratkion Bettina Lisbach mit 48.030 Stimmen. Platz drei und vier gingen an die CDU-Stadträte Thorsten Ehlgötz  (43.893 Stimmen) und Detlef Hofmann (41.169), die auf der Liste der Christdemokraten Spitzenfrau Gabriele Luczak-Schwarz überholten. Auf der CDU-Liste gab es mit den Sprüngen von Dr. Thomas Müller (von 8 auf 4) und Dr. Klaus Heilgeist (von 6 auf 8) noch zwei weitere beachtliche Verschiebungen.

Änderungen auch in den Ortschafträten

Änderungen waren auch bei den Wahlen zu einigen Ortschaftsräten zu beobachten. Etwa bei der Liste des CDU in Durlach: Da schafften Andreas Kehrle (von Platz 8 auf 2), Walter Mächtlinger (von 22 auf 6) und Klaus Scheuermann (von 14 auf 7) durch ihre starken persönlichen Ergebnisse den Sprung in den Ortschaftsrat. Wie Stadtrat Hans Pfalzgraf, den die Durlacher  vom Ehrenplatz 22 der SPD-Liste ganz nach oben wählten. Das Klettern von  Platz 20  auf Platz 5 der SPD-Liste in Neureut bescherte dem ehemaligen Ersten Bürgermeister Harald Denecken den Einzug in den dortigen Ortschaftsrat. -trö-

 
 

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