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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 6. Juni 2014

Region: Als europäische Impulsgeberin wirken

FRIEDEN ist keine Selbstverständlichkeit ist eine Botschaft der Schau "Der Krieg daheim". OB Mentrup (3.v.r.) hatte Politiker aus der Region zu einem Austausch in das Prinz-Max-Palais eingeladen. Foto: Fränkle

FRIEDEN ist keine Selbstverständlichkeit ist eine Botschaft der Schau "Der Krieg daheim". OB Mentrup (3.v.r.) hatte Politiker aus der Region zu einem Austausch in das Prinz-Max-Palais eingeladen. Foto: Fränkle

 

Enger Schulterschluss bei gemeinsamen Projekten / Regelmäßige Treffen angestrebt

Enger zusammen arbeiten, wie beim Amtsantritt versprochen, will Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup mit den umliegenden Gemeinden. Zum Auftakt begrüßte er am 2 Juni rund 25 Regionalpolitiker. Er lud sie im Prinz-Max-Palais zu einer Führung durch die Ausstellung "Der Krieg daheim" und anschließendem lockeren Austausch und Kennenlernen ein.

Gekommen waren etwa die Landräte Dr. Fritz Brechtel (Germersheim), Dr. Christoph Schnaudigel (Karlsruhe), die Oberbürgermeister Johannes Arnold (Ettlingen) und Martin Wolff (Bretten), die Bürgermeister Robert Wein (Bischweier), Andreas Augustin (Durmersheim), Günther Johs (Linkenheim-Hochstetten) sowie aus dem französischen Hagenau der Beigeordnete Damien Ott sowie Stadtplanungschef Jean-Michel Staerle.

Wolle die Kommunal- und Regionalpolitik globalen Anforderungen gewachsen sein, müsse sie sich in engem Schulterschluss in gemeinsamen Projekten international ausrichten, so Mentrup. "Die europäische Förderung orientiert sich an Regionen. Deshalb müssen wir uns als größere Region aufstellen und dabei Europa im Blick haben." Brüssel betrachte die trinationale Metropolregion mit Deutschen, Elsässern und Schweizern als Modell und die Menschen das europäische Miteinander als Normalität.

Voraussetzung dafür sei Frieden. Karlsruhe "ging es nur gut, wenn es Frieden gab". Als Impulsgeber und Motor für Europa funktioniere die Region nur über die lokale, über die Gemeindegrenzen hinaus ausgerichtete Zusammenarbeit der Kommunen. Etwa im Energiebereich, mit der Fachkräfteallianz und dem Aufbau eines "Welcome Centers" oder im Ausbau der Infrastruktur mit Messe, Flughafen, ÖPNV oder Straßenverkehr.

Zu fragen sei auch, ob "die zweite Rheinbrücke an dieser Stelle sinnvoll" sei. Man müsse auch über andere Querungen nachdenken. Brücken allein reichen nicht. "Da ist noch mehr Musik drin", prognostizierte Mentrup.  Die als "guten Start" empfundene Zusammenkunft sah Dr. Mentrup als "ausbaufähig" an. Ein bis zwei solcher Treffen schweben ihm künftig pro Jahr vor. So lud er alle Kommunen ein, sich beim 300. Stadtgeburtstag zu präsentieren. -cal-

 
 

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