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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 6. Juni 2014

Stadtentwicklung: Südstadt-Ost wächst

REGES INTERESSE: Architekt Eberhard Fichter (rechts) erklärte Interessierten die Bebauung des Quartiers Südstadt-Ost. Foto: Knopf.

REGES INTERESSE: Architekt Eberhard Fichter (rechts) erklärte Interessierten die Bebauung des Quartiers Südstadt-Ost. Foto: Knopf.

 

Architekturspaziergang lockte in das neue Quartier

Bereits in das achte Jahr gehen die Architekturspaziergänge in der Fächerstadt und selten war die Resonanz Interessierter so groß wie unlängst beim Rundgang durch die neue Südstadt-Ost. Das neue Quartier bewegt offensichtlich die Bürgerinnen und Bürger.

Begrüßt wurden die Architektur-Interessierten von Bürgermeister Michael Obert und von Andreas Grube, Vorsitzender der Architektenkammer Karlsruhe. „Ich denke, dass wir in dem neuen Quartier eine gute Qualität hin bekommen – auch dank der konkurrierenden Verfahren im Vorfeld“, so Grube. Von „städtebaulichen Akzenten mit einer eigener Handschrift“ des Quartiers mit der großen Grünachse sprach Prof. Dr. Anke Karmann-Woessner, Leiterin des Stadtplanungsamts.

Konkret ging Harald Dürr vom Gartenbauamt auf die prägnante Esplanade des Stadtteils ein. Sie stelle eine bewusste Trennung vom Verkehr der Ludwig-Erhard-Allee zur grünen Lunge des Quartiers mit hoher Aufenthaltsqualität dar. Die Flaniermeile auf sechs Metern Höhe zieht sich entlang bis zum Otto-Dullenkopf-Park.

Insgesamt besteht der Stadtteil aus zehn Hektar Baufläche, fünf Erschließungsfläche und weiteren zehn Hektar Grünfläche. Eine etwas klarere Ausrichtung hin zum Park wäre im Nachhinein wünschenswert gewesen, zeigte sich Architekt Eberhard Fichter selbstkritisch, zuständig für diverse Baufelder.

Kritische Nachfragen gab es eben zur dichten Bebauung und der Enge in dem neuen Quartier von den Bürgern. Gerade in den Innenhöfen sei durchaus eine Transparenz und Durchlässigkeit gelungen, so Fichter, der selbst in der Südstadt-Ost lebt. Über die neue Grundschule mit der markanten Form und das zugehörige Areal berichtete Anne Sick, Leiterin des Amts für Hochbau und Gebäudewirtschaft. Der Stadtteil wachse derart schnell, dass die „Schule bereits aus allen Nähten platzt“.

Im kommenden Jahr soll ein zweigeschossiger Anbau dieses Problem lösen. Künftig sollen die Schüler einen Teil des Parks als Pausenhof erhalten. Der prägnante Wasserturm auf dem Areal bleibt im Übrigen erhalten. Dort wird ein Einraum-Hotel einziehen. Im Herbst soll zudem ein Nahversorger am Clara-Immerwahr-Haber-Platz eröffnen. Unter anderem der „Garten der Religionen“ wurde bei dem Rundgang durch den boomenden Stadtteil angesteuert. -voko-

 
 

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