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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 13. Juni 2014

Räumliches Leitbild: Leitplanken fürs Heimatgefühl

 

Empfehlungen des Begleitgremiums vorgestellt

Drei fundierte Ideen stehen nebeneinander, allesamt geeignet für den weiteren konstruktiven Weg zum Räumlichen Leitbild Karlsruhe 2015. Im Finale der Planungswerkstatt „Räumliches Leitbild 2015“ war es vor allem Part von Prof. Markus Neppl (KIT) und Prof. Dr. Anke Karmann-Woessner (Leiterin Stadtplanungsamt), die aus den Arbeiten von Machleidt/sinai/SHP, berchtoldkrass/S.US/UC Studio und West 8/verkehrplus herausgefilterten Erkenntnisse des Begleitgremiums vorzustellen.

„Reflektieren Sie die Vorschläge nicht nur an der Logik, sondern auch über Ihr Bauchgefühl“, forderte OB Dr. Frank Mentrup die Anwesenden im „Substage“ auf, bei der Diskussion am Ball zu bleiben. Eignet sich das Leitbild als nachvollziehbare Gesamtklammer für die Vielzahl vorhandener Planungen? In der notwendigen Balance zwischen Kontinuität und Bedarf an Weiterentwicklung gehe es letztlich um Heimatgefühl, so Mentrup. An ihm müsse sich der räumliche Orientierungsrahmen messen lassen.

Zum eigenständigen Leitbild „Ring“ um die innere Stadt, das sich durch die vorangegangenen Planungswerkstätten zog, ging das Begleitgremium auf Abstand. Wenngleich es betonte, dass die Kernstadt - und die Verknüpfung mit den Randbereichen - bewusst herausgearbeitet werden sollte. Wie dies das berchtold­­krass-Team machte und für Räume, etwa entlang der Südtangente, wertvolle konkrete Ideen formulierte. Das „Machleidt-Team“ setzte weniger auf theoretischen Überbau, sondern entwickelte vielmehr aus der Logik der Fläche heraus das Karlsruhe der Zukunft. Und schärfte den Blick dafür, Flächen nicht unter Wert zu entwickeln, definierte Qualitäten für Gewerbe und Freiflächen. Unter anderem mit großzügiger Vereinnahmung von Oberwald und Bahnhofsumfeld hatte das „West-8-Team“ provoziert und so für eine wertvolle Auseinandersetzung gesorgt. Gut herausgearbeitet hat das Team die Verknüpfung zwischen Landschaft und Stadt durch Fokus auf die Ränder und deren Potenziale für bauliche Adressen, Naherholung oder ökologischen Themen. Positiv vermerkte wurde zudem die regionale Perspektive beim Gewerbe mittels Cluster.

Beim Thema Verkehr hat sich keine große Vision durchgesetzt - denn eine radikale Neuausrichtung ist nach Auffassung des Gremiums bei im Verkehrsentwicklungsplan verankerter Stärkung des Umweltverbunds und Verknüpfung der Mobilitätsknoten nicht begründbar. -rie-

 
 

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