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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 13. Juni 2014

Wirtschaft: Karlsruher Energieschule gegründe

IN DIE PEDALE trat zum Start der Karlsruher Energieschule IHK-Präsident Wolfgang Grenke. Die erste "Stunde" fand bei Michelin statt. Foto: Fränkle

IN DIE PEDALE trat zum Start der Karlsruher Energieschule IHK-Präsident Wolfgang Grenke. Die erste "Stunde" fand bei Michelin statt. Foto: Fränkle

 

Unternehmen lernen voneinander / IHK und TechnologieRegion wollen Know-how bündeln / Branchenübergreifendes Projekt

Von Praktikern für Praktiker: Unter diesem Motto ging vor kurzem bei den Michelin Reifenwerken die Karlsruher Energieschule an den Start. Die Idee: Unternehmen aus der Region stellen anderen Unternehmen ihre Energiesparprojekte vor und unterstützen sie bei der Umsetzung.

Muss das Licht brennen? Kann der Getränkeautomat mit Kühlung am Wochenende nicht ausgeschaltet werden? Und verbraucht der Rechner bei einem Neustart mehr Strom als im Standby-Modus? Auch Chris­tian Metzger, Direktor der Michelin Reifenwerke Karlsruhe, beschäftigen diesen Fragen. Denn, so Metzger: "Kein Unternehmen kommt am Thema Energieeffizienz vorbei."

Bei Michelin gibt es deshalb seit diesem Jahr Energieberater. Drei 18-jährige Mechatronik-Auszubildende wurden geschult, führten Mitarbeitergespräche und machten Einsparvorschläge. Mit einem respektablen Ergebnis: Im Direktionsgebäude kann Michelin nun jährlich 6.700 Kilowattstunden Strom sparen, im Druckluftbereich der Produktion sogar 40.000 Kilowattstunden. Das macht zusammen ein Minus von 20 Tonnen CO2. Beim Start stellte Michelin sein Projekt anderen Unternehmen der Region vor, übernahm zum Auftakt der Karlsruher Energieschule also als erstes Unternehmen die Rolle des Lehrers.

Die nächsten "Unterrichtseinheiten" der von Industrie- und Handelskammer (IHK) sowie TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) initiierten "Schule" finden im September, November und nächsten Februar bei den Stadtwerken Karlsruhe, der Netze BW GmbH und der Ettin AG statt. Weitere Unternehmen sind willkommen, und das branchenübergreifend. Ziel der Energieschule ist es, das zahlreich in der Region vorhandene Know-how im Bereich Energie zu bündeln und effizient zu nutzen.

"Im Zuge der Energiewende hat auch die IHK nach Wegen gesucht Firmen zu unterstützen", erläutert IHK-Präsident Wolfgang Grenke die Anfänge des Projekts. Und unterstreicht: "Das Projekt lebt vom gegenseitigen Austausch." Es bringe Forscher, Erzeuger, Verbraucher und Dienstleister zusammen. Für Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup, den Vorsitzenden der TRK, ist die Karlsruher Energieschule "ein wichtiger Baustein in der Energie-Konzeption der Region." Die ganze Region profitiere davon, wenn weniger Energie verbraucht werde, auch Klima- und Landschaftsschutz. Mentrup hofft, dass durch die Impulse der Energieschule ganz viele Steine ins Rollen gebracht werden. Weitere Informationen zur Energieschule gibt es unter www.karlsruhe.ihk.de, Stichwort Innovation & Umwelt, sowie unter Telefon 0721/174-449. -res-

 
 

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