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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 20. Juni 2014

Gegen Rassismus: „Viele Nationen - eine Leidenschaft“

BEISPIEL WILDPARKSTADION: Spots gegen Rassismus und Diskriminierung sind derzeit in den Wochen der Fußballball-WM vor der „Live-Schalte“ bei zahlreichen Public Viewings in Karlsruhe zu sehen. Foto: Fränkle

BEISPIEL WILDPARKSTADION: Spots gegen Rassismus und Diskriminierung sind derzeit in den Wochen der Fußballball-WM vor der „Live-Schalte“ bei zahlreichen Public Viewings in Karlsruhe zu sehen. Foto: Fränkle

 

Stadtjugendausschuss präsentiert Kurzfilme beim Public Viewing

Die Fußball-WM in Brasilien läuft und die ganze Welt ist versammelt, um gemeinsam dieses Ereignis zu feiern. Doch Fußball verbindet die Menschen nicht nur, sie kann sie auch voneinander trennen. Deshalb präsentieren der Stadtjugendausschuss, das Fanprojekt des KSC, Werkraum Karlsruhe und das Beratungsnetzwerk „Kompetent vor Ort“ ein gemeinsames Projekt, das sich in kurzen Filmen, so genannten Spots, mit Rassismus im Fußball beschäftigt.

„Es geht dabei auch um nationale Zugehörigkeit. Abwertende Haltung tritt im Fußball sehr offen und emotional in Erscheinung“ sagt Johanna Hopfengärtner vom Stadtjugendausschuss zur Idee zu den Filmen.  „Wir sind parteipolitisch neutral, das heißt aber nicht, dass man nicht gesellschaftlich Stellung bezieht“ fügt Elisabeth Peitzmeier, die Geschäftsführerin des Stadtjugendausschusses entschlossen hinzu.

So sind in den Filmen Karlsruher Jugendliche zu sehen, die ein Statement gegen Rassismus abgeben oder Deutsche, die zusammen mit Flüchtlingen Fußball spielen um zu zeigen, dass das Spiel und der Spaß im Vordergrund stehen und es nicht um Hautfarbe oder Herkunft geht. „Fußball ohne Worte“, wie es der Regisseur Murad Atshan ausdrückt. Denn, wie es in einem der Spots heißt: „Rassismus und Gewalt ist das Gegenteil von Spaß“. „Wegen der Erstaufnahmestelle fand ich den Otto-Dullenkopf-Park einen genialen Ort zum drehen“ sagt der Regisseur. Die Dreharbeiten hätten sich dabei als nicht einfach herausgestellt. „Das Konzept hat sich jeden Tag geändert“ meint der Regisseur, da die Menschen, die in dem Film mitwirkten, „mal da waren und mal nicht“. Das Drehbuch wurde zusammen mit den Jugendlichen entwickelt, so dass jeder so viel möglich in das Projekt involviert war. „Murad war sehr geduldig. Wir sind ja keine Schauspieler“ beschreibt Marius Säubert das entspannte Arbeitsverhältnis.

Premiere feierten die Spots am 15. Juni im Jubez bei der Benefizveranstaltung „Hardcore-Matinée für Brasilien“. Weiter sind sie beim Public Viewing in der Stadtmitte, der Dorfschenke, der Alten Hackerei und im Wildparkstadion zu sehen. Außerdem werden sie im Programm von Baden-TV gezeigt, sowie beim 24-Stunden-Lauf im Juli. Auf der Homepage des Stadtjugendausschusses und auf YouTube sind sie ebenfalls abrufbar. -jäm-

 
 

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