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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 27. Juni 2014

Straßenfußball: Soziales und Sport verbinden

STRASSENFUSSBALL AUF DEM SCHLOSSPLATZ: Wie bei der WM in Brasilien wurde bei der Meisterschaft der Obdachlosen am vergangenen Wochenende um jeden Zentimeter gefightet.     Foto: Knopf

STRASSENFUSSBALL AUF DEM SCHLOSSPLATZ: Wie bei der WM in Brasilien wurde bei der Meisterschaft der Obdachlosen am vergangenen Wochenende um jeden Zentimeter gefightet. Foto: Knopf

 

Meisterschaft Wohnungsloser

Während die Fußball-WM in Brasilien die Massen anlockt und Millionen Menschen rund um den Globus das Mega-Event via TV verfolgen, ging es in Karlsruhe am Wochenende einige Nummern kleiner zu. Doch auch hier ging es um richtigern Fußball, und auch hier wurde um jeden Zentimeter gefightet.

Die Fächerstadt war Austragungsort der Deutschen Meisterschaft der Wohnungslosen, die im jährlichen Rhythmus an verschiedenen Orten der Republik ausgespielt wird. Das Siegerteam stellt dann größtenteils das Deutsche Nationalteam, das im Oktober beim „Homeless World Cup“ in Santiago de Chile antritt. Insgesamt 20 Teams aus München, Lübeck, Saarbrücken, Frankfurt, Karlsruhe oder Kiel waren unter anderem bei der Meisterschaft am Start, die auf einem Kleinfeld auf dem Schlossplatz ausgetragen wurde. Und dieser Austragungsort war Bürgermeister Martin Lenz sehr wichtig. „Wir möchten obdachlose Menschen nicht an die Peripherie verdrängen. Sozusagen mitten im Wohnzimmer der Fächerstadt soll dieses Turnier stattfinden“, sagte Lenz zur Eröffnung der beiden Turniertage. „Wir als soziale Stadt haben uns die Armutsbekämpfung auf die Fahnen geschrieben. Sport und Soziales zu verbinden, ist eine hervorragende Sache. Mein Respekt gilt allen Teams“, betonte der Sozial- und Sportdezernent weiter.

Selbstvertrauen gewinnen

Mit im Boot waren neben dem Diakonischen Werk und der Heimstiftung Karlsruhe als Ausrichter auch die Stadt und weitere Partner. „Wir möchten in den Köpfen der Menschen etwas bewegen. Gerade Menschen, die sich selbst als defizitär empfinden, eben weil sie keine Wohnung oder keine Arbeit haben, können durch solche Aktionen spielerisch Selbstvertrauen gewinnen“, sagte Wolfgang Stoll, Direktor des Diakonischen Werks Karlsruhe.

Am Ende hatte das Team aus Hamburg die Nase vorn. Die Hansestädter besiegten Augsburg im Finale deutlich mit 7:0. Das Team aus Karlsruhe schied in der Vorrunde aus, kam in einem eigens ausgespielten City-Cup jedoch immerhin auf Rang drei.  -voko-

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