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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 4. Juli 2014

Gemeinderat: Zustimmung für Programm zum 300. Stadtgeburtstag

EINSTIMMEN AUF JUBILÄUM: OB. Dr. Frank Mentrup und Norbert Käthler, der Chef des Stadtmarketings, zeigen Plakat zum Stadtgeburtstag. Foto: Fränkle

EINSTIMMEN AUF JUBILÄUM: OB. Dr. Frank Mentrup und Norbert Käthler, der Chef des Stadtmarketings, zeigen Plakat zum Stadtgeburtstag. Foto: Fränkle

 

Stimmiges Konzept mit Leben erfüllen / Festivalsommer soll Identifikation der Bürger mit Stadt erhöhen / Regionale und internationale Ausstrahlung

Die Vorbereitungen für den 300. Stadtgeburtstag laufen auf Hochtouren. Am Dienstag stellte OB Dr. Frank Mentrup dem Gemeinderat das Programm zum Jubiläum 2015 zur Diskussion. Das für den Festivalsommer erarbeitete Konzept stieß auf breite Zustimmung im Plenum.

Das „besondere Jubiläum“ eröffne Karlsruhe die Möglichkeit, „seine Geschichte, Gegenwart und Zukunft zu präsentieren“, betonte CDU-Fraktionschefin Gabriele Luczak-Schwarz. Der Stadtgeburtstag sei vor allem „ein Fest für die Bürger und mit den Bürgern“. Für die „Ausstrahlung nach außen“ sorgten Globale und Landesausstellungen, die, so Luczak-Schwarz, „Menschen in die Fächerstadt ziehen“.  Die vier Kernthemen Wissenschaft und Technologie, Kunst und Kultur, Demokratie und Recht sowie Lebensqualität seien „richtig gesetzt“ begrüßte sie „ die Struktur des Programms“. Jetzt gelte es, „Inhalte auszufüllen“. Bei der „Kernerarbeit“ sei Eile geboten. Luczak.Schwarz: „Wir sind auf der Zielgeraden“.

Fest der Bürgerinnen und Bürger

Auch für die GRÜNE-Fraktion ist der Stadtgeburtstag „ein Fest der Bürgerinnen und Bürger von Stadt und Region“, unterstrich Stadträtin Dr. Ute Leidig. Vor allem mit dem Programm im Pavillon bestehe die große Chance, „die Identifikation der Bürger mit der Stadt zu erhöhen“. Wichtige Impulse und „nachhaltige Wirkung“ verspräche auch die Bürgerbeteiligung durch Stadtteilprojekte. Gewünscht hätten sich die Grünen allerdings bessere Einbindung der freien Kulturinstitutionen und, so Leidig, „mehr Geld für Nachhaltigkeit statt für Marketing“. Insgesamt solle sich die Stadt „an den Finanzrahmen halten“, kündigte Leidig an, ihre Fraktion wolle „Projekten entgegensteuern“, die über das Gesamtbudget von 15 Millionen Euro hinausgehen. Auf einen entsprechenden Zusatzantrag der Grünen, der von den anderen Fraktionen unterstützt wurde, sagte OB Mentrup weitere Transparenz bei den Kosten zu. Die soll eine Projektübersicht von 57 angeschriebenen Ämtern, Dienststellen und Gesellschaften bringen.

Klare Struktur regelt den Ablauf

Froh darüber, das 300-jährige Stadtjubiläum „in Frieden und Wohlstand feiern zu können“, zeigte sich SPD-Fraktionschefin Doris Baitinger. Ihre Fraktion begrüße die „klimafaire“ Ausrichtung, die Bürgerbeteiligung sowie das Programm mit „seinem Schwerpunkt am Schloss mit dem Pavillon im Zentrum“. Baitinger lobte dabei vor allem  „die klare Struktur, die dort den Ablauf regelt“. Gedanken sollten sich die Organisatoren aber darüber machen, wie Karoline Luise von Baden, der eine  Ausstellung in der Kunsthalle gilt, „nachhaltig in den Museen verankert“ werden kann.

Gewöhnliche Aktivitäten oder spanndes Programm?

„Frustrierend“ fand hingegen FDP-Stadtrat Tom Høyem die Beschlussvorlage, „die man als Sammelsurium und Bündelung von schon gewöhnlichen Aktivitäten lesen kann“. Das Jubiläum sei „ein sehr lokales, vielleicht regionales Event, aber nicht das, wofür die ganze Welt nach Karlsruhe kommt“, vermisste Høyem ein zentrales Highlight, „das uns und unsere Nachbarn vom Hocker reißt“. Das sah Dr. Eberhard Fischer gänzlich anders. Der KAL-Stadtrat sprach von einem „total spannenden Programm mit klarer Dramaturgie“. Fischer: „Wer 2015 außerhalb Karlsruhes Urlaub macht, ist selber schuld“. Die Kosten für das Jubiläum seien mit 50 Euro pro Einwohner „ein anständiger und vernünftiger Wert“. In Sachen Finanzierung sei die KAL, so Fischer, „grundsätzlich bereit, bei Bedarf nachzuschießen“.

Zufrieden mit Struktur und Programm war auch GfK-Stadtrat Friedemann Kalmbach. Jetzt gehe es darum, „Begeisterung am Stadtgeburtstag zu wecken und emotional zu transportieren“. Weiter warb Kalmbach dafür, die Bürgervereine bei den Stadtteilprojekten auch über das Jahr 2015 hinaus zu unterstützen.

Respekt für geleistete Arbeit

Von einem „ambitionierten Programm“ sprach OB Dr. Frank Mentrup und zollte als „spät hinzugezogener Karlsruher“ Gemeinderat, Aufsichtsrat Stadtmarketing und dem Stadtmarketing um dessen Chef Norbert Käthler „Respekt für die dabei geleistete Arbeit“. Die Qualität des Programms hänge letztlich davon ab, „wie wir Vereine und andere Akteure einbinden können“. In der jetzt gestarteten operativen Phase müsse „Karlsruhe zusammen stehen und das stimmige Konzept mit Leben erfüllen“. -trö-

 
 

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