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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 4. Juli 2014

Kombilösung: Schneiderad in Karlsruher Farben

SCHNEIDRAD IN ROT-GELB-ROT: Am Durlacher Tor kündigen Teile der Vortriebsmaschine und Werkstatthalle den Beginn der Tunnelbohrung unter der Kaiserstraße an, der im Herbst beginnen soll.  Foto: Fränkle

SCHNEIDRAD IN ROT-GELB-ROT: Am Durlacher Tor kündigen Teile der Vortriebsmaschine und Werkstatthalle den Beginn der Tunnelbohrung unter der Kaiserstraße an, der im Herbst beginnen soll. Foto: Fränkle

 

Teile der Tunnelvortriebsmaschine bereits vor Ort / Am Durlacher Tor laufen Vorbereitungen für nächsten großen Schritt der Kombilösung

Am Durlacher Tor zeichnet sich der nächste große Schritt beim Bau der Kombilösung ab. Auf beiden Baufeldern nehmen Vorbereitungen für den Start der Tunnelvortriebsmaschine im Oktober Gestalt an: Das in den Karlsruher Farben lackierte Schneidrad ist bereits zusammengebaut, wenige Meter davon entfernt eine Werkstatthalle entstanden. Dort werden Teile der Vortriebsmaschine zusammengesetzt.

Wie die Karlsruher Schieneninfrastruktur Gesellschaft (KASIG) als Bauherrin der Kombilösung  weiter mitteilt, steht am Durlacher Tor auch schon die Separieranlage. Die soll das Sand-Kies-Gemisch aus dem Untergrund unter der Kaiserstraße von der Flüssigkeit trennen, mit deren Hilfe der Abraum weggepumpt wird. Unter dem Durlacher Tor wird zudem der Andichttopf gebaut, von dem aus die Tunnelvortriebsmaschine gen Westen startet. Gleichzeitig hat im bayerischen Mindelheim die Produktion der Tübbinge begonnen. Dies sind Betonteile, die zusammengesetzt Ring für Ring die spätere Tunnelröhre bilden. Westlich des Durlacher Tors heben die Kombibauer das Erdreich bei der Rampe in der Durlacher Allee aus. In dem kleinen Tunnelabschnitt zwischen künftiger Haltestelle und der Rampe laufen derzeit noch die Verankerungen, die die Sohle gegen den Auftrieb durch den Wasserdruck schützen.

Nach dem erfolgreich verlaufenen zweiten Pumpversuch ziehen die beauftragten Firmen an der künftigen unterirdischen Haltestelle Lammstraße die Spundwände, heben das Erdreich aus und „stemmen“ Köpfe der Schlitzwände und Bohrpfähle ab. Damit bereiten sie den für  Ende Juli geplanten Bau des Teildeckels der Haltestelle vor. Im Bereich des westlichen Gleisdreiecks soll dieser bereits Mitte Juli beginnen. Derzeit sind die Stadtwerke dort aber auch noch mit dem Umschluss der Fernwärme von alten auf neue Leitungen beschäftigt.

Am Marktplatz bereits hergestellt sind elf der 14 benötigten Primärpfähle. Das sind 40 Meter ins Erdreich gebaute Beton-„Säulen“ zur Abstützung des Haltestellendeckels während der Bauphase. Südlich davon ist die Karl-Friedrich-Straße, unter der ein Tunnelabschnitt im bergmännischen Verfahren entstehen wird, zwischen Marktplatz und Rondellplatz Baustelle. Autofahrer können die Straße nur noch in südlicher Richtung nutzen und müssen am Rondellplatz in Richtung Lammstraße in die Erbprinzenstraße abbiegen. Deren Einbahnstraßenregelung ist aufgehoben. -trö-

 
 

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