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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 4. Juli 2014

Sport: Eine Laufbahn für die dm-Arena?

SETZEN AUF DM-ARENA: KEG-Chef Martin Wacker (li.) und DLV-Direktor Frank Kowalski. Foto keg

SETZEN AUF DM-ARENA: KEG-Chef Martin Wacker (li.) und DLV-Direktor Frank Kowalski. Foto keg

 

Alternative für Leichtathletik-Events möglicherweise künftig die Messe Karlsruhe

Wenngleich die Europahalle für Großveranstaltungen auf noch unbestimmte Zeit nicht zur Verfügung steht, geht der Deutsche Leichtathletik Verband (DLV) weiter davon aus, dass die Deutschen Hallenmeisterschaften am 21. und 22. Februar 2015 in Karlsruhe ausgetragen werden können.

„Wir tragen eine Alternative zur Europahalle mit, brauchen aber innerhalb der nächsten vier Wochen ein klares Signal der Stadt, ob wir uns darauf verlassen können. Ansonsten wird die Zeit für einen Ortswechsel zu knapp", erklärte Frank Kowalski, der Direktor Eventmanagement des DLV in der letzten Woche bei einem Businessabend, zu dem die Karlsruhe Event GmbH (KEG) in das Tagungszentrum Buhlsche Mühle nach Ettlingen eingeladen hatte. „Mit einer mobilen Laufbahn könnten wir nicht nur die Deutschen Meisterschaften, sondern auch das traditionelle Indoor Meeting am 31. Januar in der dm-Arena austragen", machte KEG-Geschäftsführer Marin Wacker deutlich, dass man bereits ein umsetzbares Konzept erarbeitet habe.

Derzeit glühten besonders die Telefondrähte nach Göteborg, wo die Laufbahn der Hallen-EM 2013 angeboten werde. „Für Leichtathletik in der dm-Arena gab es schon früher Pläne, die man nur aus der Schublade holen muss", hält der via Skype aus Zürich zugeschaltete Sportdirektor des Outdoormeetings Alain Blondel eine längerfristige Planung für sinnvoll.

Dazu müsse ein entsprechendes Budget möglichst kurzfristig sichergestellt werden. Mit sechs, statt der vier in der Europahalle bisher für Wettkämpfe verfügbaren Laufbahnen, könne Karlsruhe dann auch für internationale Meisterschaften „den Finger strecken".

Dass es auch in Zukunft in Karlsruhe hochkarätigen Leichtathletiksport zu sehen gibt, hoffen ebenso die Ex-Olympiasieger Dieter Baumann und Heike Drechsler. „Ich war geschockt von dem Aus der Europahalle" hofft Baumann, dass es in Karlsruhe weiter geht. „Nirgendwo habe ich die Wärme und Unterstützung der Zuschauer so gespürt wie in der Europahalle", zeigte sich die Wahl-Karlsruherin Drechsler kämpferisch: „Wenn wir alle Kräfte bündeln, schaffen wir Badener das".

Darauf baut auch der amtierende deutsche Hallen-Weitsprungmeister Julian Howard von der LG Karlsruhe: „Wir brauchen nicht nur eine Halle um zu trainieren, sondern auch Wettkämpfe in der Region, wo wir uns den Fans präsentieren können". -fis-

 
 

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