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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 11. Juli 2014

Gemeinderat: Struktur für kulturelle Bildung

 

KAL verweist auf Konzept der Musikschule Intakt / Mehr Transparenz gefordert

Die private Musikschule Intakt will jedem Kind ab der ersten Grundschulklasse das Erlernen eines Instruments ermöglichen und hat deshalb das Konzept KIMM (Kinder machen Musik) entwickelt. Bewusst sollen damit auch Mädchen und Jungen mit schwierigem sozialen Hintergrund oder Handicaps angesprochen werden.

Erste Erfahrungen mit KIMM haben Schiller- und Tullaschule gesammelt. Die Stadt solle nun ermitteln, ob weitere Schulen Interesse an der Ausweitung des Projekts haben und prüfen, ob es Fördermittel gebe, forderten Lüppo Cramer und Margot Döring (KAL) per Antrag. Mit Blick auf bereits laufende Modellvorhaben zur Entwicklung eines strukturierten Angebots in allen Sparten der kulturellen Bildung empfahl die Verwaltung, den Antrag abzulehnen. Schulbeirat und Kulturamt diskutieren das Thema weiter.

Es gebe bereits eine städtische Kooperation mit Badischem Konservatorium, Jugendkunstschule, Stadtjugendausschuss und Staatlichem Schulamt. CDU-Stadtrat Dr. Albert Käuflein sah daher keinen Grund „eine einzelne private Musikschule besonders in den Blick zu nehmen“. Stadträtin Elke Ernemann (SPD) teilte seine Bedenken. Aktuell sei „alles abgedeckt, was Sie in Ihrem Antrag fordern“ wandte sie sich an die KAL.

Hinter deren Initiative stellte sich GRÜNE-Sprecherin Dr. Ute Leidig. Warum nicht die Erfahrungen mit KIMM auswerten? Im Übrigen sei bei der Verteilung städtischer Haushaltsmittel mehr Transparenz erforderlich. Interessant sei doch zu wissen, „wer was für welches Angebot“ erhalte. In die Gesamtschau einbezogen werden sollten nach Meinung von FDP-Stadträtin Rita Fromm auch Sparten wie Schauspiel und darstellende Kunst. Verhindert werden müsse so eine Art „Closed Shop“-Prinzip nach dem Motto, „wer jetzt drin ist, ist auf alle Zeit dabei“. -maf-

 
 

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