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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 11. Juli 2014

Kultur: Von wegen bittere Pillen

 

Justin Brown hat doppelt Grund zur Freude. Erst kürzlich verlängerte er seinen Vertrag als Generalmusikdirektor des Badischen Staatstheaters um vier Jahre bis 2018. Und im Herbstspielplan erwartet den britischen Dirigenten eine Konzertsaison, die er kürzlich vor den Medien als „bisher schönste“ bezeichnet.

Er selbst ist jedenfalls „sehr überzeugt“ vom Programm, das versuche, „vieles unter einen Hut zu bringen“, aber auch neue Akzente setze. In der zeitgenössischen Musik. Sie rückt ins Zentrum. Während die vermeintlich „bittere Pille“ zuvor zu Beginn der Konzerte und in geringer Dosis verabreicht wurde und danach zur Entspannung „bewährte musikalische Vergangenheit“ kam, stehen zeitgenössische Solokonzerte nun im Mittelpunkt.

„Von Träumen und Leidenschaften“ lautet folgerichtig das Motto 2014/2015. Den Reigen eröffnet  am 28. und 29. September das erste Sinfoniekonzert, gefolgt von weiteren sieben im Doppelpack. Carl Nielsens Ouvertüre zur Oper Maskerade entführt die Zuhörer nach Dänemark. Hier ist auch der Komponist Jesper Koch zuhause. Sein Cellokonzert „Dreamscapes“ begibt sich laut Pressekritik „mit der Klangsprache der Moderne in die Traumwelt der Romantik“. Danach ist Gustav Mahlers erste Sinfonie zu hören. Wolfgang Rihm schenkt seiner Heimatstadt zum 300. Geburtstag ein Capriccio für Klavier und Orchester sowie ein Werk namens „Über die Linie VIII“. Beide sind im März zu hören. Kinder- und Jugendkammerkonzerte gehören mittlerweile zum Standard. Jetzt „bedient“ das Staatstheater auch die ganz Kleinen mit einer eigenen Reihe. Das Sahnehäubchen auf Kaffee und Kuchen ist ab Herbst die Salonmusik im Sonntagscafé (Mittleres Foyer) mit speziell arrangierten Klassikern. Ebenfalls neu sind die Jazz-Nights. Der Trompeter Thomas Siffling lädt Combos aus der Region in das Kleine Haus und bringt sie mit Künstlern aus der Staatskapelle oder dem Opernensemble zusammen.  -maf-

 
 

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