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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 11. Juli 2014

Wissenschaft kommt zu Bürgerschaft: Von der Energiewende daheim

CLEVERE ENERGIE: Das KIT-Zentrum Energie stellte sich im Rathaus vor. Dazu zählten Vorträge und eine Poster-Ausstellung. Foto: Müller-Gmelin

CLEVERE ENERGIE: Das KIT-Zentrum Energie stellte sich im Rathaus vor. Dazu zählten Vorträge und eine Poster-Ausstellung. Foto: Müller-Gmelin

 

KIT-Zentrum für Energie stellte sich am Montag im Rahmen von "KIT im Rathaus" vor

Rund 1.250 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 60 Instituten arbeiten am Zentrum Energie des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Hier fließen technik- und naturwissenschaftliche, aber auch wirtschafts-, geistes- und sozialwissenschaftliche Kompetenzen zusammen. Am Montag, 7. Juli, stellte sich das Zentrum im Rathaus vor.

Das Interesse der Öffentlichkeit am KIT-Zentrum Energie war groß, die Stuhlreihen bei der Veranstaltung "KIT im Rathaus" gut gefüllt. Denn wir alle verbrauchen Energie - in Form von Strom, Gas oder Kraftstoffen, manche erzeugen sogar Energie - durch Solarthermie oder Photovoltaik.

Auch das KIT nimmt seine Verantwortung im Zusammenhang mit der Energiewende sehr ernst, wie Prof. Dr. Detlef Löhe, betonte. Zentrale Fragestellungen seien: "Wie können wir bezahlbare grüne Energie gewinnen? Wie lassen sich Überschüsse speichern? Und wie lässt sich der Energieverbrauch reduzieren?" Der Vizepräsident für Forschung und Information am KIT machte deutlich, dass es dem Zentrum Energie als einem der größten Energieforschungszentren in Europa um eine "ganzheitliche Betrachtung des Energiekreislaufs" gehe.

Zu den Arbeitsbereichen des Zentrums zählen laut Prof. Dr.-Ing. Hans-Jörg Bauer erneuerbare Energien, Energiespeicherung und -verteilung, effiziente Energienutzung, Fusionstechnologie, Kernenergie und Sicherheit, Energiesystemanalyse und Energieumwandlung. Als Beispiel nannte er die bioliq-Anlage auf dem Campus Nord. Eine der weltweit größten Anlagen, in der aus Stroh Kraftstoff mit hoher Energiedichte gewonnen wird.

Aufgabe des Zentrums Energie sei es, "die Energiewende zu begleiten und analysieren", so der Wissenschaftliche Sprecher des KIT-Zentrums.  Prof. Andreas Wagner, Leiter des Fachgebiets Bauphysik und Technischer Ausbau, rückte in seinem Vortrag die "Wärmewende" in den Fokus. "Wir müssen uns dringend um die alten Gebäude kümmern", appellierte er dafür, "Dämmung und Anlagentechnik zu verbessern und keine Glaspaläste mehr zu bauen." Prof. Dr. Hartmut Schmeck stellte das Energy Smart Home Lab des KIT vor, das "mitdenkende Haus", in dem Energiemanagementsysteme ermitteln, wie Energie am effizientesten und günstigsten genutzt werden kann. Denn die Energieversorgung dürfe nicht mehr der Nachfrage folgen, sondern die Nachfrage der Versorgung. Bürgermeister Wolfram Jäger lobte das KIT-Zentrum als "Paradebeispiel für eine neue Qualität von Lehre und Forschung." -res-

 
 

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