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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 18. Juli 2014

Kombilösung: Montage des Bohrers kommt voran

ZUSAMMENBAU: Spezialisten montieren am Durlacher Tor die Fahrbahn für Nachläufer der Tunnelvortriebsmaschine. Auf denen ist unterstützende Technik für das Schneidrad untergebracht. Foto: KASIG

ZUSAMMENBAU: Spezialisten montieren am Durlacher Tor die Fahrbahn für Nachläufer der Tunnelvortriebsmaschine. Auf denen ist unterstützende Technik für das Schneidrad untergebracht. Foto: KASIG

 

Am Durlacher Tor herrscht Hochbetrieb / Karl-Friedrich-Straße wird komplett gesperrt

Beim Bau der Kombilösung steht das Geschehen am Durlacher Tor schon ganz im Zeichen des Baus des Stadtbahntunnels unter der Kaiserstraße. Der Vortrieb für die zwei Kilometer lange unterirdische Strecke beginnt im Oktober.

Wie die Karlsruher Schieneninfrastruktur Gesellschaft (KASIG) als Bauherrin der Kombilösung mitteilt, ist die Wand in der künftigen unterirdischen Haltestelle am Durlacher Tor, an der die Tunnelvortriebsmaschine in Richtung Westen startet, bereits mit dem Andichttopf auf das Ansetzen der Maschine vorbereitet. Der Andichttopf hält beim Anfahren des riesigen Bohrers das Grundwasser zurück.

Zudem werden dieser Tage die Nachläufer, auf denen die unterstützende Technik für das Schneidrad und den Schildschwanz untergebracht ist, in Teilen angeliefert, montiert und anschließend mit dem Portalkran nach unten gehoben. Während Spezialisten der Herrenknecht AG Tag und Nacht unter einem großen Zelt das Schneidrad zusammenbauen, wird gleichzeitig auch die Transformatorenanlage aufgebaut, die dafür sorgt, dass die 1210 Kilowatt, die die Maschine leistet, auch zur Verfügung stehen.

Und auch in der Karl-Friedrich-Straße tritt der Bau der Kombilösung in eine neue Phase. Ab kommenden Mittwoch, 23. Juli, wird die bereits halbseitig gesperrte Straße vollständig abgesperrt, damit die Vorbereitungen zum Bau des in bergmännischer Bauweise in diesem Abschnitt entstehenden Stadtbahntunnels fortgeführt werden können. Die Karl-Friedrich-Straße kann ab diesem Zeitpunkt zwischen Marktplatz und Rondellplatz nicht mehr von Autos befahren werden. Die Gehwege bleiben auf beiden Seiten ebenso erhalten wie der Zugang zu Geschäften, Regierungspräsidium und anderen Anliegern.

Durch die Vollsperrung der Karl-Friedrich-Straße ändert sich die Verkehrsführung in den umliegenden Straßen: Die Erbprinzenstraße ist ab Mittwoch nur von der Lammstraße in Richtung Rondellplatz zu ereichen, die Markgrafenstraße ausschließlich vom Rondellplatz aus in Richtung Kreuzstraße. Von hier aus können Autofahrer geradeaus über Stein- und Adlerstraße zur Kriegsstraße fahren oder nach links in die Kreuzstraße abbiegen, da diese zwischen Markgrafenstraße und Hebelstraße - ebenfalls als Einbahnstraße - geöffnet wird. Dadurch ist der Bereich um den Marktplatz und das Parkhaus in der Kreuzstraße von der Kriegsstraße über die Kreuzstraße zu erreichen.

Am Marktplatz sind Arbeiter unterdessen an zwei  Geräten nahezu rund um die Uhr mit dem „Düsen“ der Hochdruckinjektions-Sohle beschäftigt. Im Süden des Marktplatzes wird Erdreich ausgehoben. Der Aushub wird dann zur Arbeitsebene für das Herstellen der Sohle. Nach der Betonage des Deckels werden die zuvor zwischen Lammstraße und Karl-Friedrich-Straße nach Norden verschwenkten Gleise bei Sperrung des Bahnverkehrs am 6. und 7. September an das Schienennetz angeschlossen. -red-/-trö-

 
 

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