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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 18. Juli 2014

Planungsausschuss: Rahmen für Baublock

Bebauung Ludwig-Erhard-Allee/ Park „ Alter Friedhof“

Für das Areal zwischen Ludwig-Erhard-Allee und Frühlingstraße sowie Sommer- und Ostendstraße bahnen sich Änderungen an. Von den fünf Grundstücken an der Ludwig-Erhard-Allee wurden drei von einem Wohnungsbauinvestor gekauft, der dort zeitnah bauen möchte. Ein viertes Grundstück könnte demnächst vermarktet werden.

Für den Baublock Frühlingstraße soll daher ein Bebauungsplan erstellt werden. Basis ist ein Rahmenplan, dem der Planungsausschuss vor einer Woche (Freitag, 11. Juli) in nichtöffentlicher Sitzung unter Vorsitz von Bürgermeister Michael Obert zustimmte. Beauftragt mit dem Rahmenplan war das Büro berchtoldkrass space&options. Es gehört zum Siegerteam im Planungswettbewerb Durlacher Allee. Dieses hatte mit seinem Handlungskonzept zur Entwicklungsachse Durlacher Allee und Umgebung die Jury überzeugt.

Aktuell ging es um die Frage, welche Bebauungs- und Nutzungsmöglichkeiten es für die vom Verkehrslärm belastete Ludwig-Erhard-Allee gibt. Zu berücksichtigen waren Aspekte des denkmalgeschützten Parks „Alter Friedhof“ sowie des benachbarten Jüdischen Friedhofs. Zudem ging es um die Farbenschule. Sie ist Teil der Heinrich-Hübsch-Schule und braucht mehr Platz.

Grundkonzept des Rahmenplans ist, die Bebauung entlang der Ludwig-Erhard-Allee mit Dienstleistungen und Wohnen weiterzuführen, wobei zum Alten Friedhof Abstand gewahrt wird. Dadurch entsteht ein ausreichend breiter Durchgang zum Park „Alter Friedhof“, der als Grünraum gesichert wird. Die vorhandene Kindertagesstätte an der Frühlingstraße soll Bestandsschutz erhalten. Falls sie eines Tages entfallen kann, könnte auch dieser Bereich dem Park zugeordnet werden. Mit etwas Abstand zur KiTa könnte die Blockrandbebauung in der Frühlingsstraße ergänzt werden.

Der neue Standort für die Farbenschule ist westlich der Ostendstraße auf dem Parkplatz der Friedrich-List-Schule vorgesehen mit Tiefgarage für beide Schulen. Städtebaulich betrachtet ist der Standort gut geeignet. Zu  prüfen sind jedoch noch Randbedingungen - etwa die denkmalgeschützte Mauer zum Friedhof oder auch die Baumstandorte auf dem Alten Friedhof. Für die Architektur ist dann eine Machbarkeitsstudie vorgesehen.

Die Rahmenplanung ist schlüssig und gelungen, fand der Ausschuss. Positiv hob er die vorgesehenen Wegebeziehungen durch den Park mit Verbindung zur Ludwig-Erhard-Allee und der dortigen Haltestelle sowie zur  südlichen Oststadt hervor. Genauer betrachten müsse man noch die Parkplatzsituation, die sich mit dem neuen Standort für die Farbenschule ergibt. -rie-

 
 

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