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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 18. Juli 2014

Radverkehr: Beide Richtungen sind jetzt erlaubt

„Es ist gängige Praxis, auch wenn manche Autofahrer es für Quatsch halten, Einbahnstraßen für Fahrradfahrer frei zu geben", erklärte Bürgermeister Michael Obert am Dienstag, 15. Juli, beim Pressetermin zur Öffnung der Einbahnstraßen in Weiherfeld-Dammerstock. Auf engen Straßen reiche der Platz zwar nicht für zwei Autos nebeneinander, wohl aber für eines und ein Fahrrad.

Da Radler keine Umwege führen, die Stadt jedoch das Pedaltreten fördern will, wird überall dort, wo es sinnvoll und möglich ist, künftig Radverkehr in Gegenrichtung erlaubt. In Karlsruhe nachzubessern, hatte eine Prüfkommission des Landes schon 2001 empfohlen.

Gesagt, getan und zwar zuerst mit positivem Ergebnis in der Südstadt, genauer in der Marien-, Wilhelm- und Augartenstraße. Seit „Jahrzehnten gekämpft"  hatte ebenso der Bürgerverein in Weiherfeld-Dammerstock, so dessen Vorsitzender Joachim Hornuff. Vor Augen hatte man dabei stets Rüppurr, wo Radfahrer schon lange auf schmaleren Straßen in Gegenrichtung unterwegs sind. Stadtrat Johannes Honné verlangte deshalb, die bestehende Einbahnregelung zu überprüfen.

Bürgerverein und Stadtplanungsamt gingen die Sache gemeinsam an. Ordnungs- und Tiefbauamt zogen mit, so dass seit Februar nun ohne schlechtes Gewissen fast überall in beide Richtungen geradelt werden darf.

„Vollständig gelungen" finden Hornuff, seine Mitstreiter Gisela Fischer und Hans Spielmann die gefundene Lösung. In den 90er-Jahren  blickte Spielmann zurück, sei es vor allem um die Kinder gegangen, die zum Max-Planck-Gymnasium und in die Weiherwaldschule auf dem kürzesten Weg fahren wollten und bei einem Unfall nicht abgesichert waren. -cal-

 
 

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