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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 18. Juli 2014

Verkehrsgesellschaften: Mit Schwung und neuen Ideen

STARKES TEAM: OB Mentrup (Mitte) stellte die neue Verkehrs-Spitze vor. Foto: Fränkle

STARKES TEAM: OB Mentrup (Mitte) stellte die neue Verkehrs-Spitze vor. Foto: Fränkle

 

Dr. Alexander Pischon und Ascan Egerer übernehmen Aufgabe der Geschäftsführung

Teamplayer sind nicht nur im Fußball gefragt. An Tag eins nach dem WM-Titel stellte OB Dr. Frank Mentrup die neue Doppelspitze der Karlsruher Verkehrsgesellschaften vor: Dr. Alexander Pischon und Ascan Egerer.

Ende vergangenen Jahres war der bisherige Geschäftsführer, Dr. Walter Casazza, einem Ruf nach Augsburg gefolgt. Seitdem lag die kommissarische Geschäftsführung der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK), der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) und des Karlsruher Verkehrsverbunds (KVV) bei Stefanie Haaks und Christian Höglmeier.

"Nun beginnt für die Verkehrsgesellschaften eine neue Ära", freute sich Dr. Mentrup, dass es "kein langes Vakuum" gebe und mit Dr. Alexander Pischon und Ascan Egerer zwei "hervorragende Fachleute gefunden wurden." Aufgrund der Fülle der Aufgaben sei es sinnvoll, eine Doppelspitze einzusetzen - mit einem Experten für Wirtschaft und Organisation sowie einem technischen Experten.

Dr. Pischon, der in Mannheim zur Welt kam und in Volkswirtschaftslehre promoviert hat, ist seit 1. Juli kaufmännischer Geschäftsführer von VBK und AVG sowie der Karlsruher Schienenin­frastruktur-Gesellschaft (Kasig). Er ist außerdem alleiniger KVV-Ge­schäftsführer. Bei den beiden Verkehrsunternehmen VBK und AVG übernimmt Dr. Pischon die Funktion des Vorsitzenden der Geschäftsführung, die er sich mit Ascan Egerer teilt. Egerer wiederum, der aus Niedersachsen stammt und in Hannover Bauingenieurwesen mit Vertiefung Öffentlicher Verkehr studiert hat, wird am 1. August die technische Geschäftsführung von VBK und AVG übernehmen.

Klare Strukturen und Sachkompetenz

OB Dr. Mentrup verspricht sich von der neuen Doppelspitze "mehr Schwung und neue Ideen". Klare Strukturen und Sachkompetenz seien notwendig, auch damit Karlsruhe mit seiner Verknüpfung von Straßenbahn- und Eisenbahnnetz unter anderen Förderbedingungen weiterhin gut fahre. Seine "vornehmste Aufgabe" sieht Pischon - zuletzt Vorsitzender der Region Rhein-Neckar Sparte Bus bei der DB Regio AG und Geschäftsführer der Südwestbus GmbH in Karlsruhe - darin, "bei der AVG den Bestand zu halten." Denn auch Karlsruhe stehe im internationalen Wettbewerb. Um klare Finanzstrukturen zu schaffen, will er deshalb die beiden Verkehrs­unternehmen stärker trennen. Dabei hat er den Anspruch, "dass bei Entscheidungen alle verstehen, warum wir es so gemacht haben."

ÖPNV Rückgrat des Verkehrssystems

Für Ascan Egerer ist "der ÖPNV das Rückgrat des Verkehrssystems". Deshalb müsse er stabil sein. In seiner bisherigen Laufbahn hat der technische Geschäftsführer "mehrfach Inbetriebnahmeprojekte geleitet" und war immer im Bereich ÖPNV tätig. Dabei habe er sich, so Egerer, stets mit "Technik, Betrieb und Organisation" befasst. Seit Anfang 2011 war der Diplom-Inge­ni­eur bei der DB Regio AG Verkehrsbetriebsleiter für Produktion und Mar­keting der S-Bahn Hannover.

Wichtig sind für ihn Kundenfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit. Ansehen will sich Egerer in Karlsruhe auch das Fahrzeugeinsatzkonzept. Die Fächerstadt kennt er übrigens schon, denn als Student hat er sich hier - wie außer ihm Delegationen aus aller Welt - über das Karlsruher Modell informiert. -res-

 
 

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