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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 25. Juli 2014

Gemeinderat: Sport- und Freizeitpark „Untere Hub“ und Wohnungsbau hat erste Hürde genommen

ATTRAKTIVER STANDORT: Die Sportflächen zwischen Pfinz und B3 können nach Verlagerung der Vereine zum Wohnraum werden. Foto: Fränkle

ATTRAKTIVER STANDORT: Die Sportflächen zwischen Pfinz und B3 können nach Verlagerung der Vereine zum Wohnraum werden. Foto: Fränkle

 

Grundsatzbeschluss zeigt Chancen für eine Umsetzung auf / Freizeitpark konkretisieren

Der Gemeinderat stimmte dem Sport- und Freizeitpark „Untere Hub“ mit großer Mehrheit bei Nein der FDP zu. Im Grundsatz - in trockenen Tüchern ist das Projekt damit noch nicht. Das zeigte die Diskussion im Plenum. Aber in den letzten Monaten habe es sich in die richtige Richtung bewegt, betonten die Fürsprecher.

Die Verlagerung der Sportvereine ASV Durlach, DJK Durlach und TC Durlach zur bestehenden Anlage der Turnerschaft Durlach auf der „Unteren Hub“ biete Chancen, waren sich CDU, GRÜNE, SPD, KAL, GfK und FW einig - insbesondere durch den vorgesehenen Wohnungsbau auf den Altgeländen der Vereinen an der Pfinz. Darüber hinaus profitierten die Vereine vom neuen Zentrum mit modernen Sportstätten - wobei der Aspekt Freizeitpark bislang noch deutlich zu kurz gekommen sei.

Die Idee: Mit der Verlagerung der drei Vereine geht eine Erweiterung der Sportflächen auf der Hub einher. Der Wohnungsbau auf rund 60.000 Quadratmetern dient der Refinanzierung über Verkaufserlöse. Im Oktober 2013 hatte der Gemeinderat unter anderem mit Blick auf die Durlacher Schulsportsituation und insbesondere die Finanzierung noch kein stimmiges Konzept erkannt.

Nun sei eine „präzise und prägnante Vorlage“ entstanden, befand Bürgermeister Martin Lenz, der beim Projekt die Federführung hat. In Durlach wird das Projekt seit Jahren verfolgt, vergangene Woche plädierte der Ortschaftsrat einstimmig für den Grundsatzbeschluss.

Das im Oktober bemängelte Finanzierungsloch von fast 20 Millionen Euro wird auf der Erlösseite vor allem durch mehr oder höhere Wohngebäude (Erlöse: bis zu 32,5  statt 17,5 Millionen Euro), auf der Kostenseite durch Verzicht auf die Dreifeldhalle und Verkleinerung der Tennishalle beseitigt. Die Leichtathletikanlage finanziert die Stadt, weil sie auch dem Schulsport dient.

Von Grundsatzbeschluss wollte in der Debatte ob der offenen Fragen nicht jeder sprechen. „Wir zeigen Korridore auf“, so OB Dr. Frank Mentrup. Werden diese eingehalten, sei das Projekt machbar. Die Sportvereine können sich neu aufstellen, bei der Schulsportstättenkapazität müsse man dran bleiben“, so CDU-Sprecher Tilman Pfannkuch. Bei verträglicher Nachverdichtung entstehe Wohnraum in sozial gewünschter Mischung. Er sowie Dr. Heinrich Maul (SPD), Dr. Eberhard Fischer (KAL) und Bettina Lisbach (GRÜNE) forderten mehr Kooperation von den Vereinen.

Der Wohnraum mache den Wert des Projekts aus,  so Lisbach. Vor einer endgültigen Zustimmung müsse für das Hub-Areal noch Vieles - etwa zum regionalen Grünzug - konkreter werden. Wie Maul sah sie den Freizeitpark derzeit stiefmütterlich behandelt. Maul hob die guten Ansätze - eine große Wohnansiedlung und ein viertes Vereins-Sportzentrum im Stadtgebiet  - hervor. Bis dahin sei noch eine Menge zu tun. Ein Punkt, in dem er sich mit Jürgen Wenzel (FW) einig war. Nur wenn sich die positiven Aspekte aus der Vorlage einstellen, sei die Karlsruher Liste bis zur Umsetzung dabei, betonte Dr. Fischer. Friedemann Kalmbach (GfK): „Fettes Plus ist der Wohnungsbau“.

Die Reißleine zog Rita Fromm für die FDP. Ihre Stichworte: Schön gerechnete Erlöse, Vereine, die  Partikulärinteressen in den Vordergrund stellen - und auch das noch bei der Stadiondebatte angeführte Überschwemmungsrisiko der Unteren Hub fehle in der Vorlage. -rie-

 
 

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