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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 25. Juli 2014

Gesundheit: Egal auf welcher Nummer

SYNERGIEN BEGRÜSST: OB Dr. Mentrup (r.) mit Landrat, DRK-Chef und Kassenarzt (von links). Foto: Fränkle

SYNERGIEN BEGRÜSST: OB Dr. Mentrup (r.) mit Landrat, DRK-Chef und Kassenarzt (von links). Foto: Fränkle

 

Rettungsleitstelle vermittelt künftig Bereitschaftsarzt

Wenn außerhalb der Praxiszeiten der Hausarzt nicht zu erreichen ist, springt im Falle eines Falles der ärztliche Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung ein. Das Personal, das den Anruf auf der Nummer 19292 entgegennimmt, vermittelt dem Anrufenden dann einen Bereitschaftsarzt oder nennt die nächste Bereitschaftspraxis - zu der man zu deren Einsatzzeiten auch ohne Anmeldung gehen kann, wenn noch die notwendige Mobilität vorhanden ist.

Bei dieser Vermittlungstätigkeit kommt es ab 1. August in Stadt- und Landkreis Karlsruhe zu einer bedeutenden Veränderung. Denn ab dann erreicht der Anruf auf der genannten Nummer eine Disponentin oder einen Disponenten bei der gemeinsamen Leitstelle der Feuerwehren und des Rettungsdienstes. Dies haben der Rot-Kreuz-Kreisverband Karlsruhe und die Kassenärztliche Vereinigung jetzt vertraglich vereinbart.

Zusammen mit OB Dr. Frank Mentrup und Landrat Dr. Christoph Schnaudigel haben der Kreisvorsitzende des Roten Kreuzes, Kurt Bickel, und der stellvertretende Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg, Dr. Johannes Fechner, die Neuerungen am Dienstag den Medien erläutert. Bickel und Fechner sind sich sicher, dass mit der Neuordnung eine positive Entwicklung eingeleitet werde. Sie sind von den Synergie-Effekten überzeugt.

Künftig müssen medizinische Laien nicht unbedingt mehr etwas über den Unterschied zwischen Notarzt- und Rettungsdienst und dem hausärztlichen Bereitschaftsdienst wissen. Sie plädieren allerdings dafür, bei nicht so dringenden Fällen lieber die 19292 - oder wohl ab Jahreswechsel die europaeinheitliche Bereitschaftsdienstnummer 116 117 (ohne Vorwahl) - statt der 112 anzurufen. Aber jeder Anruf auf egal welcher Nummer wird rasch vom zuständigen Disponenten bearbeitet. Diese Synergie begrüßten auch OB Mentrup und Landrat Schnaudigel. Mentrup bedankte sich zudem bei den Ärztinnen und Ärzten, die neben ihrer Praxisarbeit stets zusätzlich für den Bereitschaftsdienst zur Verfügung stehen. -erg-

 
 

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