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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 25. Juli 2014

Planungsausschuss: Schutz für Kaisergarten

BLEIBT ERHALTEN: Der Kaisergarten in der Weststadt. Foto: Fränkle

BLEIBT ERHALTEN: Der Kaisergarten in der Weststadt. Foto: Fränkle

 

Klares Votum für Erhalt des Blockinneren

Uneingeschränkte Zustimmung: Der Bebauungsplan, der nach CDU-Stadtrat Tilman Pfannkuch „eher ein Nicht-Bebauungsplan ist“, war im Planungsausschuss eine klare Sache. Einstimmig fasste das Gremium in öffentlicher Sitzung unter Vorsitz von Bürgermeister Michael Obert den Aufstellungsbeschluss für den Plan „Kaiserallee, Scheffelstraße, Goethestraße und Schillerstraße“.

Erklärtes Ziel ist, den Weststadt-Baublock, in dem auch der Kaisergarten liegt, weitgehend in seinem Bestand zu sichern. Anlass für das Planverfahren war eine mittlerweile zurückgezogene Bauvoranfrage für die Errichtung eines Mehrfamilienhauses. Dieses hätte das Aus für alle Kastanien im Biergarten bedeutet. Da die Erschließung nicht gesichert war, hatte das Projekt keine Chance auf Genehmigung gehabt.

Das Quartier mit seiner innenstadtnahen Blockrandbebauung gehört, was die klimatischen Auswirkungen angeht, zu den hoch belasteten Quartieren. Das zeigen die ökologische Tragfähigkeitsstudie des Nachbarschaftsverbands sowie das laufende Projekt „Städtebaulicher Rahmenplan Klimaanpassung“. Um den negativen Folgen des Klimawandels entgegen zu wirken und Wohnen und Arbeiten qualitätsvoll zu erhalten, soll das Innere des Blocks dauerhaft als Grünzone gesichert werden. Lediglich die vorhandene Bebauung - etwa das „ZAK“-Wohngebäude oder das für Wohnen umgebaute Auktionshaus  - soll festgeschrieben werden.

„Mit großer Freude stimme ich dem Vorschlag der Verwaltung zu“, betonte KAL-Stadtrat Lüppo Cramer. Er bat darum, alsbald mit den direkten Anliegern zu sprechen. Auch SPD-Kollege Michael  Zehn sah diese Notwendigkeit, um die „grüne innere Lunge“ zu erreichen. GRÜNE-Stadtrat Alexander Geiger wollte wissen, ob entsiegelt wird oder es auch kleine Baufenster für private Eigentümer geben soll. Für FW-Stadtrat Jürgen Wenzel war der Aufstellungsbeschluss „ein Signal für die Innenentwicklung“. Die Idee der Innenentwicklung habe Grenzen, das zeige dieses Beispiel, so Pfannkuch. Aber: „Jeder Fall muss betrachtet werden“, so Obert, „es gibt durchaus Bereiche, wo maßvolles Nachverdichten möglich ist.“ Auf die geänderte Erkenntnislage hob FDP-Stadträtin Rita Fromm ab. Als vor über zehn Jahren eine andere Planung verfolgt wurde, „hatten klimatische Bedingungen im Abwägungsprozess noch nicht diese Relevanz“. -rie-

 
 

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