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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 25. Juli 2014

Stadtbauforum: Wohnquartier mit Gütesiegel

 

Nachhaltigkeit ist bislang ein schon etwas strapazierter Begriff. Was es für die Quartiersplanung bedeuten kann, war Thema beim letzten Stadtbauforum.

„Ein traditionelle Architektur mit Photovoltaik-Anlage auf dem Dach reicht für einen viel breiter zu betrachtenden Begriff der nachhaltigen Stadtentwicklung nicht aus“, machte Prof. Martin Haas, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e. V. (DGNB) deutlich. Es müsse ein Umdenken stattfinden, um verlässlich Lebensqualität zu schaffen.

Und dies von Anfang an mit den Menschen, die im neuen Quartier wohnen werden. Insbesondere die belebten Zwischenräume seien dabei ein Schlüssel für Stadtqualität. Die DGNB verstehe sich in diesem Sinne als Wissens-Plattform und wolle Kommunen mit ihrem Zertifizierungssystem messbare und transparente Kriterien für eine nachhaltige Planung an die Hand geben. Ein eigens im Verfahren geschulter Auditor begleitet den Quartiersprozess in den Städten - orientiert sich dabei am ganzheitlichen Nachhaltigkeits-Ansatz mit den Themenfeldern Ökologie, Ökonomie, soziokulturelle Aspekte, Technik, Prozessabläufe und Standort. Bislang hat die DGNB rund 800 Gebäude oder Quartier zertifiziert.

Ein solches „Wohnquartier mit Gütesiegel“ soll in Karlsruhe nicht Theorie bleiben. „Wir wollen in der Nordstadt das Areal mit und um das Quartier C zertifizieren lassen, informierte Bürgermeister Michael Obert. Was bringt dies den Beteiligten? Kriterien für den politischen Entscheidungsprozess und eine Qualitätssicherung über eine Defizitanalyse, zum anderen kann die „objektiv  geprüfte Quartiersqualität“ letztlich auch für das Marketing dienlich sein, so Dr. Christoph Böhmer, Planungschef aus Heilbronn. Dort wird die Entwicklung des Neckarbogens mit dem DGNB-System auf dem Prüfstand gestellt. Infos: www.dgnb-system.de. -rie-

 
 

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