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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 1. August 2014

Karlsruher SC 120 Jahre: Wertmarke des deutschen Fußballs

Daumen hoch für einen Traditionsverein: (v.l.) OB Mentrup, KSC-Präsident Wellenreuther und DFB-Präsident Niersbach. Foto: Knopf

Daumen hoch für einen Traditionsverein: (v.l.) OB Mentrup, KSC-Präsident Wellenreuther und DFB-Präsident Niersbach. Foto: Knopf

 

Festakt mit DFB-Präsident Niersbach als Ehrengast / Verein als Schicksalsgemeinschaft

Es war ein würdiger Rahmen, in dem der KSC 120. Geburtstag feierte. Unter dem Slogan „Kämpfen, Leiden, Siegen“ kamen Freunde des Vereins, ehemalige und aktuelle Spieler, Funktionäre sowie Mitglieder bei einem Festakt zusammen im Konzerthaus zusammen.

Die Feier am vergangenen Samstag, 26. Juli, wurde fulminant inszeniert von Enno-Ilka Uhde, der auch schon Champions League-Finalspiele in Szene setzte. In seiner Begrüßung ließ KSC-Präsident Ingo Wellenreuther die wechselvolle Geschichte des KSC und seines Vorgängervereins „Phönix“ Revue passieren - von der Meisterschaft des Phönix 1909 über die Pokalsiege 1955/56 bis zu den Europa-Pokalerfolgen in den 90er Jahren. Auch die bitteren Abstiege oder das verlorene Pokalfinale 1996 ließ er nicht aus. Und natürlich erinnerte er an die Erfolge der  Leichtathletik-Abteilung und an Heinz Fütterer („der weiße Blitz“).

„Der KSC ist ein Traditionsverein auf den wir stolz sein dürfen. Er ist wie eine Schicksalsgemeinschaft“, betonte Wellenreuther Zuversichtlich zeigte er sich, dass die Weichen für ein neues Stadion entsprechend gestellt seien und dankte OB und Stadtverwaltung für die gute Zusammenarbeit.

Die Grüße der Stadt überbrachte OB Frank Mentrup. „Fußball und Karlsruhe – dafür steht der KSC. Ich erinnere an die hervorragende Jugendarbeit und die vielen Ehrenamtlichen. Generationenübergreifend ist der Verein Heimat für die Menschen unserer Region“, so Mentrup, der auch den Mythos des Phönix ansprach, der aus der Asche immer wieder neu entsteht.

Als hervorragender Redner entpuppte sich auch DFB-Präsident Wolfgang Niersbach. Natürlich hatte der Düsseldorfer in seiner launigen Festrede viele Anekdoten von der Nationalelf und der WM parat. Er zeigte sich aber auch als glänzender Kenner der KSC-Historie. „Die Faszination Fußball ist es, welche die Menschen verbindet. Besser kann auch Integration nicht funktionieren. Ich sage nur die Namen Boateng, Khedira oder Özil.“

Niersbach nannte die Akteure aus dem Wildpark, die zu Fußball-Ikonen wurden, wie Mehmet Scholl und Oliver Kahn, die als TV-Experten die Zuschauer durch den WM-Titelgewinn begleiteten. Niersbach war auch vor Ort, als der KSC nach dem Drittliga-Abstieg direkt wieder den Aufstieg packte. „In Wehen-Wiesbaden waren 10.000 Karlsruher. Nur um mit ihrer Mannschaft zu feiern. Das ist unglaublich. Der KSC ist eine Wertmarke des deutschen Fußballs“, unterstrich der DFB-Präsident. Ferner lobte er die Pläne für ein neues Stadion und hatte zudem ein „kleines Bonmot“ dabei. Er sei sich sicher, dass Deutschland 2024 Austragungsort der EM werde. Karlsruhe mit einem neuen Stadion hätte dann natürlich allerbeste Chancen auf ein EM-Spiel... -voko-

 
 

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