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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 1. August 2014

Kommunaler Ordnungsdienst: „Wollen für die Menschen da sein“

KOD VERDOPPELT: Der Kommunale Ordnungsdienst hat zehn neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Foto: Fränkle

KOD VERDOPPELT: Der Kommunale Ordnungsdienst hat zehn neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Foto: Fränkle

 

KOD verdoppelt seine Mitarbeiter im Außendienst auf 20 / enge Zusammenarbeit mit Polizei

Vor kurzem stellte Bürgermeister Wolfram Jäger zusammen dem Leiter des Ordnungs- und Bürgeramtes, Dr. Björn Weiße, zehn neue Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) vor. Damit verdoppelte sich die Zahl der im Außendienst beschäftigen Mitarbeiter von zehn auf 20 Personen. Dies gründet sich auf einen Beschluss des Gemeinderates aus dem Frühjahr 2013.

Bürgermeister Jäger sagte, dass es mit zehn Mitarbeitern schwierig sei, sieben Tage in der Woche für alle Bürger da zu sein. Doch genau das sei das Anliegen. „Wir wollen für die Bürger ansprechbar sein“, betonte auch Weiße. Dass dies jedoch nicht der einzige Grund für die Erhöhung der Belegschaft ist, räumte Bürgermeister Jäger ein: „Die Kriminalstatistik ist eher schlecht. Auch die Ordnungswidrigkeiten haben zugenommen“. Da kamen die Ordnungshüter auch mit rund 5000 Einsätzen im Bereich der Innenstadt im Jahr 2013 nicht hinterher.

Trotzdem sei der KOD ein „sicherer Garant für Ordnung“, so Jäger weiter. Denn die Polizei müsse Prioritäten setzen und Ordnungswidrigkeiten, wie etwa Ruhestörung oder Pöbeleien, gehören nicht dazu. Trotzdem arbeitet der KOD eng mit der Polizei zusammen und ist auch unter der Rufnummer 110 erreichbar. Von dort wird die Beschwerde an den KOD weitergeleitet. Diese enge Zusammenarbeit sei eine Besonderheit in Karlsruhe und keineswegs selbstverständlich, fügte Weiße an.

Damit die neuen Außendienstmitarbeiter den neuen Aufgaben gewachsen sind, mussten sie laut Björn Weiße „mit das härteste Auswahlverfahren, das wir hier haben“ überstehen. Dazu gehören auch ein psychologischer, ein sportlicher und ein Konzentrationstest. Daran seien schon viele der 150 Bewerber gescheitert. Die zehn Auserwählten begannen zu Beginn des Jahres ihre Ausbildung. Diese besteht aus drei Abschnitten, dem Grund-, Aufbau- und Abschlussabschnitt.

Den ersten Teil der Ausbildung haben sie nun absolviert und gehen jetzt selbstständig in Zweierteams auf Streife. Darauf freuen sich die neuen Außendienstler am meisten. „Der Umgang mit den Menschen war einer der Gründe, mich hier zu bewerben“, sagte Gabi Simon. Stefan Rupp, der vorher beim Gartenvollzug im Gartenbauamt tätig war, freut sich vor allem darauf „kein Auge mehr zudrücken zu müssen“.  Doch wie Matthias Bohnert betonte, gehe es nicht nur darum, die Bürger auf ihre Fehler hinzuweisen, sondern auch „mit den Menschen ins Gespräch zu kommen“. -jäm-

 
 

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