Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 8. August 2014

Bei Bevölkerungszahl: Fächerstadt wächst weiter

WACHSTUM: Die Zahl der Karlsruher steigt auch in Zukunft an. Foto: Fränkle

WACHSTUM: Die Zahl der Karlsruher steigt auch in Zukunft an. Foto: Fränkle

 

Der Trend hält auch weiter an

Mit über 310.000 Bewohnern mit Haupt- oder Nebenwohnung erreichte Karlsruhe Ende 2013 einen neuen Höchststand in Sachen Bevölkerungszahl. Insgesamt hatte die Zahl der Wohnberechtigten laut Amt für Stadtentwicklung (AfSta) in den letzten zehn Jahren um 14.000 Personen oder fünf Prozent zugenommen.

Eine in ihrem Ausmaß ungeahnt rasante Zunahme:  Nach der letzten stadteigenen Bevölkerungsvorausrechnung hätte der derzeitige Bevölkerungsstand erst 2022 erreicht werden sollen. Nach den neuesten Prognosen des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg setzt sich der positive Trend der Bevölkerungszunahme für Karlsruhe weiter fort. Die Statistiker in Stuttgart gehen von einem Bevölkerungsplus von 7,6 Prozent für die Fächerstadt bis 2030 aus. Das AfSta will auf dieser Basis die stadteigene Prognose der Zahl der Wohnberechtigten neu berechnen.

Als Ursache für die Bevölkerungszuwächse macht das AfSta vor allem zwei Faktoren aus: die seit Jahren hohen Wanderungsgewinne bei jungen Erwachsenen zwischen 18 und 29 Jahren sowie das Wanderungsplus gegenüber dem Ausland. Diese beiden Faktoren, die Karlsruhe in den vergangenen zehn Jahren ein Zuzugsplus von 20.000 Personen bescherten, belegen die Attraktivität Karlsruhes als Arbeitsort, vor allem als Hochschulstandort. In den übrigen Altersgruppen hingegen lagen die Fortzugszahlen über den Zuzügen. Nach wie vor kehren junge Familien mit Kindern der Fächerstadt den Rücken. Auch bei Senioren blieb die Wanderungsbilanz laut AfSta in den vergangenen zehn Jahren leicht negativ. Darüber hinaus verringerte der „Sterbeüberschuss“ das Wanderungsplus und sorgte dafür, dass  die Gesamtzahl der wohnberechtigten Bevölkerung von 2003 bis 2013 nur um 14.000 Personen anstieg.

Ein noch höherer Zuwachs als bei den Wohnberechtigten ergab sich bei den Einwohnern, also Personen, die in Karlsruhe ihre alleinige Wohnung oder eine Hauptwohnung angemeldet haben. Deren Zahl stieg in den letzten zehn Jahren um 21.000 Personen. Neben den hohen Zuzugszahlen liegt für das AfSta der Grund dafür vor allem darin, dass Studenten häufiger als früher ihre Hauptwohnung in Karlsruhe anmelden. Die Erstwohnsitzkampagne zeige Wirkung. -trö-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe