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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 8. August 2014

Elektromobilität: Stadtwerke fahren ökologischer

ELEKTRISIEREND: Michael Lampe, Dr. Karl Roth,  Peter Schaffer und Dr. Thomas Schnepf (v.l.n.r.) mit einem VW E-Up und dem BMW i3. Foto: Fränkle

ELEKTRISIEREND: Michael Lampe, Dr. Karl Roth, Peter Schaffer und Dr. Thomas Schnepf (v.l.n.r.) mit einem VW E-Up und dem BMW i3. Foto: Fränkle

 

Vier neue Elektroautos in Fahrzeugflotte / Insgesamt 30 Ladesäulen im Stadtgebiet

Das ökologische Bewusstsein der Menschen ist in den letzten Jahren immer weiter gewachsen. Nicht nur in der Bevölkerung, auch bei Unternehmen. So auch bei den Stadtwerken, die ihren Fuhrpark um vier weitere Elektroautos ergänzten, drei VW E-Up und einen BMW i3.

Insgesamt haben die Stadtwerke nun sieben Elektroautos im Einsatz. Darüber hinaus noch 160 Erdgasautos. „Wir wollen Erfahrung sammeln mit alternativer Antriebstechnologie“ sagte der Technische Geschäftsführer der Stadtwerke, Dr. Karl Roth. „Aber die Technik ist eine Seite, die Infrastruktur eine andere“, so Roth weiter.

Mittlerweile gäbe es schon 30 Ladesäulen im Stadtgebiet, führte er weiter aus. Dass Elektroautos aber immer noch nur 0,2 Prozent des Gesamtanteils ausmachen, kann Roth nicht verstehen. „Es herrscht kein mangelndes Angebot. Man muss es nur nutzen“.

Michael Lampe, Geschäftsführer des Volkswagenzentrums Karlsruhe, ist der Ansicht, dass man dafür den Menschen erst die Angst nehmen müsse, dass das Auto einfach stehen bleibt. Für den täglichen Gebrauch sei das Elektroauto nämlich mehr als ausreichend. Auch ein normaler Stau sei kein Problem. Der Geschäftsführer von BMW Ungeheuer Automobile, Peter Schaffer, ergänzt: „Wir haben im i3 einen Generator, womit sich notfalls noch 150 Kilometer fahren lässt. Insgesamt also 300 Kilometer“.

Auch die langen Ladezeiten seien kein Thema mehr. Zwar brauchen die Autos an normalen Steckdosen immer noch um die acht Stunden, bis sie geladen sind, dies würden die meisten aber sowieso über Nacht machen. An Schnellladestationen lässt sich jedoch auch innerhalb einer halben Stunde 80 Prozent laden. Dazu ergänzt Dr. Thomas Schnepf von den Stadtwerken, dass der Stecker „automatisch verriegelt und nur mit dem Schlüssel rausgezogen werden kann. Es kann sich also niemand einen Spaß erlauben und einfach so den Stecker ziehen“.

Die Anschaffungspreise für Elektroautos seien zwar immer noch hoch, im Verbrauch seien die Kosten aber umso niedriger. So sagt Roth, dass der E-Up auf 100 Kilometer lediglich 12 Kilowattstunden verbraucht. „Das sind gerade mal drei Euro auf 100 Kilometer.“

Um Elektrofahrzeuge attraktiver zu machen, fördern die Stadtwerke die Anschaffung mit Prämien. Sie bezuschussen den Kauf eines Elektroautos mit 500 Euro, E-Roller und E-Bikes mit 200 Euro und E-Fahrräder mit 50 Euro.  -jäm-

 
 

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