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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 8. August 2014

Ökologie: Energie für Pedelcs

ELEKTROFAHRZEUGE nutzen den Solarstrom vom Helmholtz-Dach. Foto: Müller-Gmelin

ELEKTROFAHRZEUGE nutzen den Solarstrom vom Helmholtz-Dach. Foto: Müller-Gmelin

 

Solarstromanlage auf Helmholtz-Dach in Betrieb genommen

Seit wenigen Tagen produziert auf dem Dach des Nebengebäudes Röntgenstraße 10 des Helmholtz-Gymnasiums eine Solaranlage Strom. Erstmals hat das städtische Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft (HGW) eine eigene Photovoltaikanlage auf ein städtisches Gebäude gesetzt.

Bislang waren dafür immer die Stadtwerke zuständig und HGW hat dafür lediglich die Erlaubnis erteilt. Nun aber möchte das Amt auf viele städtischen Dächer - jeweils nach deren Sanierung - solche Anlagen bauen, um ein eigenes Zeichen bei der CO2-Einsparung zu setzten. Gelder stehen aus dem städtischen Klimaschutzfonds zur Verfügung.

Die Initiative für dieses erste Solardach kam von der Schule. Denn sie hat beim Klimawettbewerb eines Mineralölkonzerns 10.000 Euro für Investitionen in Klimaschutzprojekte gewonnen. Umgesetzt hat sie den Gewinn in die Anschaffung zweier Pedelcs und eines Elektro-Kleinwagens. Diese Fahrzeuge vermietet sie an interessierte Schulangehörige zu einem nicht allzu hohen Preis. Dazu hat die BB-Bank aus ihrem Gewinnsparverein dem Förderverein des Gymnasiums 6.100 Euro für eine Stromtankstelle gestiftet. Der Strom dafür kommt von dem Solardach, weitere Erträge der Anlage verbraucht die Schule. Strom, der dann noch übrig ist, übernehmen die Stadtwerke zum üblichen Einspeisepreis.

Die Solaranlage mit einer vom Hersteller garantierten Lebensdauer von 20 Jahren amortisiert sich, so HGW-Leiterin Anne Sick, nach etwa zwölf bis 13 Jahren. Die aus 66 Modulen bestehende Anlage misst 124 Quadratmeter und liefert jährlich rund 14.500 Kilowattstunden Strom. Wenn dieser Strom nur für das Elektrofahrzeug genutzt würde, könnte es theoretisch jährlich 250.000 Kilometer zurücklegen.

Um das Sonnenlicht optimal auszunutzen, sind die Module nach Osten und Westen ausgerichtet und nicht, wie früher üblich, in Richtung Süden. Sie sind auf dem Gründach nicht festgeschraubt, sie halten dank des Eigengewichts und Beschwerungssteinen. -erg-

 
 

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