Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 8. August 2014

Partnerschaften: Kulturhauptstadt ist Temeswars Ziel

Der Victoria-Platz im Herzen Temeswars ist beliebter Treffpunkt für jung und alt. Foto: Wnuck

Der Victoria-Platz im Herzen Temeswars ist beliebter Treffpunkt für jung und alt. Foto: Wnuck

Delegationen der Partnerstädte im prachtvollen Rosengarten. Foto: Wnuck

Delegationen der Partnerstädte im prachtvollen Rosengarten. Foto: Wnuck

Rekord. Brücke über die Bega aus über 140.000 Plastikflaschen. Foto: Wnuck

Rekord. Brücke über die Bega aus über 140.000 Plastikflaschen. Foto: Wnuck

 

Karlsruhe unterstützt Bewerbung / OB Mentrup zum Antrittsbesuch in der Partnerstadt / Gemeinsame Projekte vereinbart / Besuch in Billed

„Temeswar ist eine Stadt im Aufbruch. Die Bewerbung um den Titel 'Kulturhauptstadt Europas' im Jahr 2021 verleiht der Entwicklung unserer Partnerstadt deutliche Impulse, und Karlsruhe wird seinen Beitrag leisten, damit das große Ziel Wirklichkeit wird."

Bei seinem Antrittsbesuch in Karlsruhes rumänischer Partnerstadt unterzeichnete Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup die "Charta für Temeswar", in der bereits zahlreiche Partner aus dem In- und Ausland ihre Unterstützung der Bewerbung offiziell bekräftigt haben. Gleichzeitig lud das Stadtoberhaupt seinen Amtskollegen aus Temeswar, Oberbürgermeister Dr. Nicolae Robu, zur Eröffnung des Stadtgeburtstags im kommenden Jahr nach Karlsruhe ein.

"In Temeswar wird die Geschichte und die Perspektive Europas spürbar", fasst OB Mentrup seine Eindrücke aus dem gut zwei Tage langen Antrittsbesuch in der Partnerstadt zusammen. "Beeindruckt bin ich von der Selbstverständlichkeit, mit der die Multikulturalität staatlich garantiert ist und von der Zivilgesellschaft gelebt wird", sagt Mentrup mit Blick etwa auf zwölf Muttersprachen, die in entsprechenden Schulen mit Unterrichtsmaterialen in den jeweiligen Sprachen gefördert werden. "In Temeswar wird etwas von einer neuen europäischen Identität in der Mitte der Europäischen Union spürbar.", so Mentrup.

Für Temeswars Stadtoberhaupt ist die Kulturhauptstadtbewerbung schlicht "das wichtigste Projekt", und deshalb habe man die Kandidatur als erste Stadt in Rumänien angekündigt. In vollem Gange ist bereits ein umfassendes Modernisierungsprogramm, an dessen Ende sich der gesamte historische Stadtkern in eine attraktive Fußgängerzone verwandelt hat. OB Mentrup erinnerte an die Bewerbung Karlsruhes, durch die allein bereits ein neues "Wir-Gefühl" entstanden sei und die das kulturelle Leben in der Stadt entscheidend weiter gebracht habe, und wünschte der "Schwesterstadt" viel Erfolg.

In einem Spitzengespräch vereinbarten die Oberbürgermeister Robu und Mentrup sowie der Erste Bürgermeister Temeswars, Dan Diaconu, zudem, die Zusammenarbeit in wirtschaftlicher Hinsicht und in Fragen der Modernisierung von Kommunen zu intensivieren. Konkrete Ansatzpunkte dazu bieten Fernwärmeprojekte sowie  EU- und Städtetags-Projekte im Bereich "Smart City" mit Schwerpunkten auf energetischer Effizienz und nachhaltiger Mobilität.  Gefördert werden sollen auch Kontakte zwischen Sportvereinen - und: der Tierschutz soll in die Partnerschaftsvereinbarung aufgenommen werden. 

Auf dem Programm von OB Mentrup standen außerdem Besuche der Nikolaus-Lenau-Schule, des Kunstmuseums und des Deutschen Forums in Billed. Mit der Direktorin der deutschsprachigen Lenau-Schule Professorin Elena Wolf vereinbarte Mentrup, gemeinsame Schülerprojekte nach Möglichkeit zu fördern. Mit seinem Besuch als erstes Karlsruher Stadtoberhaupt in Billed unterstrich Mentrup die enge Verbindung zur Fächerstadt, in der 1975 das erste Heimattreffen der Billeder stattfand. Und auch mit dem Museum werden sich gemeinsame Projekte ergeben.

Mit OB Mentrup ist auch das Fußballteam der Stadtverwaltung Karlsruhes nach Temeswar gereist und hat am traditionellen Turnier der Partnerstädte im Rahmen des jährlichen Stadtfests teilgenommen. Mit dem Stadtfest erinnert Temeswar an den 3. August 1919: Der Einmarsch rumänischer Truppen in der Stadt legte die Grundlage dafür, dass Temeswar Teil Rumäniens wurde. (Weitere Berichte in der StadtZeitung folgen) -bw -

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe