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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 15. August 2014

Entwicklung: Auch die Region wächst

 

Am Mittleren Oberrhein steigt Bevölkerungszahl bis 2020

Nicht nur das Oberzentrum Karlsruhe ist in Sachen Bevölkerung weiter auf Wachstumskurs (die StadtZeitung berichtete), auch die Region Mittlerer Oberrhein entwickelt sich insgesamt gegen den bundesweiten Trend sinkender Einwohnerzahlen.

Nach den jüngsten Prognosen des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg soll die Region zwischen Bühl und Bruchsal bis 2020 um 37.000 Bewohner zulegen. Das entspricht einem Wachstum von 3,7 Prozent. Dieses Niveau hält der Mittlere Oberrhein dann laut den Statistikern in Stuttgart bis zum Jahr 2030.

Innerhalb der Region gibt es bei der Entwicklung der Bevölkerung allerdings gewaltige Unterschiede. Das Oberzentrum Karlsruhe (plus 7,6 Prozent) sowie die Zentren Bretten (plus 7,3 Prozent) und Bruchsal (plus 6,1 Prozent) erwarten bis 2030 ein starkes Wachstum. Von dem profitieren Umlandgemeinden wie Gondelsheim (plus 8,4 Prozent) oder Eggenstein-Leopoldshafen (7,6 Prozent). Auch im südlichen Teil der Region erwarten die Statistiker Zuwächse. Unterschiedlicher Größenordnung: So soll die Bevölkerung von Rastatt um 2,7 Prozent steigen, die von Bietigheim um 7,9 Prozent. Neben den „Korridoren des Wachstums“ gibt es aber auch Landstriche, die Einwohner verlieren. Wie das Murgtal: In Forbach etwa rechnen die Stuttgarter Experten mit einer Bevölkerungsabnahme von 8,4 Prozent, in Gaggenau mit einem Minus von drei Prozent.

Das Ansteigen der Bevölkerungszahl in der Region insgesamt geht einher mit dem so genannten grauen Wachstum als weiterem Phänomen. Das Durchschnittsalter steigt bis 2030 auf 45,6 Jahre, die Anzahl der Hochbetagten über 85 Jahre wächst um über 60 Prozent. Für Prof. Dr. Gerd Hager, den Geschäftsführer des Regionalverbands Mittlerer Oberrhein, liegt in der hohen Lebenserwartung „eine weitere gewaltige Herausforderung in der Regionalentwicklung“. -trö-    

 
 

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