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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 15. August 2014

Kultur: Des Autors Sein oder Nichtsein

SCHAUSPIELTRUPPE IM ZWIESPALT: Das Theater in der Orgelfabrik rätselt in seiner neuesten Inszenierung darüber, ob Shakespeare auch wirklich der Autor seiner Stücke war. Foto: Thidor

SCHAUSPIELTRUPPE IM ZWIESPALT: Das Theater in der Orgelfabrik rätselt in seiner neuesten Inszenierung darüber, ob Shakespeare auch wirklich der Autor seiner Stücke war. Foto: Thidor

 

Theater in der Orgelfabrik geht in 27. Sommersaison / Ensemble um Gabriele Michel und Franco Rosa rückt Shakespeare in den Blickpunkt

In den Sommerferien legen auch die Bühnen eine Pause ein. Die Orgelfabrik bildet eine Ausnahme. Dort kommen Theaterfreunde auch in den heißen Monaten voll auf ihre Kosten. Das Theater in der Orgelfabrik bringt dort jedes Jahr eine neue Inszenierung vor das Publikum. Jetzt geht das Ensemble um Gabriele Michel und Franco Rosa in seine bereits 27. Sommersaison.

Für ihre diesjährige Spielzeit im historischen Gemäuer am Durlacher Weiherhof haben Gabriele Michel und Franco Rosa ein Stück geschrieben, das die Person des großen englischen Dramatikers, Lyrikers und Schauspielers William Shakespeare in den Blickpunkt rückt. Seine insgesamt 38 Komödien und Tragödien zählen zu den bedeutendsten Bühnenstücken der Weltliteratur.

Zu dem Gesamtwerk des Dichterfürsten des ausgehenden 16. und frühen 17. Jahrhunderts gehören darüber hinaus jede Menge epischer Versdichtungen und 154 Sonette.

Doch die Frage nach dem Sein oder Nichtsein, die er den Dänenprinzen Hamlet im gleichnamigen Drama stellen lässt, gilt auch für ihn selbst. Hatte Shakespeare seine Stücke überhaupt eigenhändig verfasst oder besorgte das eine Gruppe von englischen Schriftstellern um Francis Bacon, Sir Walter Raleigh und Edmund Spenser unter seinem Pseudonym. Während die Forschung in der Diskussion um die Urheberschaft schon vor einiger Zeit deutlich zum Ergebnis „pro Shakespeare“ gekommen ist, kocht das Thema in der Inszenierung von Franco Rosa am Theater in der Orgelfabrik nochmals so richtig hoch.

Kein einziges Manuskript

„Shakespeare oder nicht Shakespeare“ lautet der Titel des Theaterabends, der die Durlacher Orgelhalle in eine Bühne zu Zeiten des Autors (oder nicht?)  verwandelt. Eine Schauspieltruppe probt dabei den „Hamlet“. Die Rollen sind besetzt, die Kostüme angefertigt. Alles ist bereit zur Premiere. Aber es kommen Gerüchte auf über den geheimnisvollen Mister Shakespeare. Und als er stirbt, da gibt es nicht einmal einen Nachruf - und in seinem Testament taucht kein einziges Manuskript auf.

Neben Gabriele Michel und Franco Rosa stehen mit Martina Eckrich, Ulrike Schmitt, Oliver Grimm, Rainer Haring, Ramayya Kumar und Hendrik Pape Schauspieler auf der Bühne, die allesamt seit Jahren fest zum Ensemble gehören. Und für die wirkungsvollen Lichteffekte sorgt Peter Schmitt jetzt bereits im 27. Jahr.

Die Uraufführung am morgigen Samstag, 16. August, ist bereits ausverkauft. Weitere Vorstellungen sind an den Freitagen und Samstagen 22., 23., 29. und 30. August, 5.,  6., 12., 13., 20. und 27. September, 4., 10. und 11. Oktober. Beginn: jeweils 20 Uhr. Eintritt: 14, ermäßigt 12 Euro.

Reise in Welt der Musik

Neben dem Shakespeare bietet das Theater auch in diesem Jahr eine Mittwoch-Reihe. Dabei entführt das Ensemble das Publikum „In die Welt der Musik“ dreier unterschiedlicher Städte. Am 3. September nach Venedig, am 10. nach Wien und am 17. September nach Paris. Beginn: jeweils 20 Uhr. Eintritt 7 Euro, Abo für drei Abende: 15 Euro.

Darüber hinaus heißt es an zwei Abenden „Der Freitag mit Casanova“. Im Mittelpunkt der halbszenischen Lesungen aus den Memoiren von Giacomo Casanova steht am 19. September „Christine“, am 26. September „Henriette“. Beginn: 20 Uhr, Eintritt: 7 Euro. Kartenvorbestellung für alle Vorstellungen unter der Telefonnummer 0721/401443, per Fax: 0721/4763830 per E-Mail: orgelfabrik@t-online.de. Infos im Internet: www.theaterinderorgelfabrik.de. -trö-

 
 

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