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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 15. August 2014

Partnerschaften: Die Schule der Nobelpreisträgerin

LENAU-SCHULE gefragt wie nie. OB Mentrup und Direktorin Wolf. Foto: Wnuck

LENAU-SCHULE gefragt wie nie. OB Mentrup und Direktorin Wolf. Foto: Wnuck

 

Steigende Schülerzahlen am deutschsprachigen Nikolaus-Lenau-Lyzeum in Temeswar

„Mit Deutsch hat man in Temeswar eine Arbeitsstelle so gut wie sicher". Elena Wolf ist seit 2001 Direktorin des Nikolaus-Lenau-Lyzeums in Karlsruhes rumänischer Partnerstadt - der Schule, an der Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller 1972 ihr Abitur ablegte und bis 1983 einige Jahre selbst unterrichtete.

Stolz und Freude sind Wolf auch deutlich anzumerken, wenn sie über den Stellenwert und die Entwicklung der größten deutschsprachigen Bildungseinrichtung des Banat erzählt. Im kommenden Schuljahr steige die Schülerzahl erstmals auf über 1.500 und die Zahl der Eingangsklassen müsse von vier auf sechs angehoben werden. „Zu uns kommen auch viele Schüler aus Familien ohne deutschen Hintergrund", betont Wolf beim Besuch von Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup. Um die steigende Nachfrage einigermaßen befriedigen zu können, müsse das Kollegium - derzeit rund 80 Lehrerinnen und Lehrer - teilweise sogar im „Zwei-Schicht-Betrieb" unterrichten.

Die Argumente liegen auf der Hand: Über 90 Prozent der Absolventen bestehen das Bakkalaureat, sprich: das rumänische Abitur. In einem Spezialzug kann man seit dem Jahr 2000 gleichzeitig auch die deutsche Hochschulreife erwerben. Bis zu 20 Prozent aus jedem Abiturjahrgang nehmen danach auch ein Studium im deutschsprachigen Ausland auf.

Fester Termin im Jahresprogramm ist auch das Internationale Theaterfestival in deutscher Sprache, das die Lenauschule schon in 15. Auflage organisiert. Wenn sich Elena Wolf etwas wünscht, dann, dass auch eine Theatergruppe aus Karlsruhe im Rahmen des zwei- bis dreitägigen Treffens mit Workshops, Proben  und Aufführungen kommt - und dass sich auch weitere gemeinsame Schülerprojekte entwickeln lassen. -bw-

 
 

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