Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 15. August 2014

Partnerschaften: Temeswar ist eine Stadt im Wandel

NOCH GROSSBAUSTELLE, soll der Domplatz mit "Pestsäule" nach Abschluss der Sanierungsarbeiten in neuem Glanz erstrahlen. Foto: Wnuck

NOCH GROSSBAUSTELLE, soll der Domplatz mit "Pestsäule" nach Abschluss der Sanierungsarbeiten in neuem Glanz erstrahlen. Foto: Wnuck

PARTNER für  Kulturhauptstadt: OB Robu und OB Mentrup. Foto: Wnuck

PARTNER für Kulturhauptstadt: OB Robu und OB Mentrup. Foto: Wnuck

 

„Boom-Town" mit Zukunft / Starke Wirtschaf / Attraktive City / Gefragte Hochschulen

Temeswar hat viel vor. Das umfangreiche Modernisierungsprogramm hat vom historischen Stadtkern der mit knapp 320.000 Einwohnern drittgrößten Stadt Rumäniens Besitz ergriffen. Leitungen werden erneuert, Freiheits- und Domplatz neu gestaltet, Straßenunterführungen vollendet.

Die Arbeiten im Untergrund lassen - oft unvermutet - die über 800 Jahre alte Geschichte der Stadt lebendig werden. Zeugnisse der osmanischen Herrschaft - etwa Reste eines türkischen Dampfbads -  kommen dabei erstmals zutage. Eine weitere Herkulesaufgabe ist die Sanierung und Instandhaltung der Vielzahl unter Denkmalschutz stehenden Bauwerke in der Stadt - oft in privatem Besitz.

Trotzdem: Wenn die Bewerbung zur Kulturhauptstadt 2021 Erfolg hat, wird sich das Zentrum von Karlsruhes Partnerstadt in Rumänien bereits in eine echte Fußgängerzone mit hoher Aufenthaltsqualität verwandelt haben. Einen Vorgeschmack bieten die Reste der Zitadelle - komplett saniert mit einladender Gastronomie.

Für den deutschen Vizekonsul, Siegfried Geilhausen, ist Temeswar denn auch „eine Stadt, die in die Zukunft blickt". Und Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup vereinbarte mit seinem rumänischen Amtskollegen, Dr. Nicolae Robu, die gemeinsamen Kontakte nicht nur auf kulturellem Gebiet, sondern auch in den Bereichen Wirtschaft, Stadtplanung und Ausbildung weiter auszubauen. Denn „Klein-Wien" an der Bega besitzt nicht nur Prachtbauten aus der Zeit der österreich-ungarischen Regentschaft. Temeswar gilt auch als „Boom-Town" Rumäniens.

In puncto Wirtschaftskraft kommt Temeswar gleich nach Bukarest mit Stärken im IT-Bereich, der Autozulieferer-, der Maschinenbau- und der elektrotechnischen Industrie sowie den Dienstleistungen. Continental, Linde, Hella oder auch Nestle sind prominent vertreten. Die Arbeitslosigkeit strebt nach offiziellen Zahlen gegen Null. Und 50.000 Studierende sind an den vier staatlichen und den weiteren vier privaten Hochschulen eingeschrieben - beste Voraussetzungen für anhaltende Prosperität. -bw-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe