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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 15. August 2014

Zoologischer Stadtgarten: Stochern führt zum Erfolg

MIT SCHWUNG: Affenmann Benny verschafft sich Zugang zu leckerem Obst. Foto: Fränkle

MIT SCHWUNG: Affenmann Benny verschafft sich Zugang zu leckerem Obst. Foto: Fränkle

 

Da ist mehr drin! Mit Schwung fegt Schimpansenmann Benny mit dem Stock Trauben, Nüsse und Apfelschnitze von links nach rechts. Benny weiß genau, was er macht: Irgendetwas wird im Futterkasten schon durchs Loch auf die untere Ebene fallen. Insgesamt fünf Stockwerke hat der Kasten, jedes mit kleiner Öffnung im Boden und schmalen Schlitzen in der Glaswand für den Stockeinsatz.

Etage für Etage schiebt Benny die Leckerei nach unten. Was, das Apfelstück verkantet im Loch auf Ebenen 3, es droht ein Stau?  Das geht gar nicht - geschickt wird von unten dagegengestemmt, der Schnitz hochkant gedreht. Und schon flutscht das Futter wieder - der bereits unter der Auslassöffnung wartenden Schimpansenhand entgegen.

Auch Katche orgelt mit dem Stöckchen im benachbarten Stocherkasten herum, hat es auf die kullernden Trauben abgesehen, während Sophie den einfachen Weg wählt, aus dem Gras mehrere Obststücke aufliest und es sich dann auf der Schaukel bequem macht.

Drei Futterkästen haben die Zoofreunde Karlsruhe dem Schimpansen-Trio gesponsert. „Damit diese einen Zeitvertreib haben“, so die Vorsitzende der Zoofreunde, Gisela Fischer, am Mittwoch, 13. August. Fest einzementiert im Boden, damit ein ungeduldiger Genosse sich die Stückchen nicht  „herausschüttelt“, ist das Besondere die Automatik.

Einmal bestückt, gibt der Kasten bis zu zehn Portionen auf der obersten Etage frei - zur vorab eingestellten Zeit. „Schon bislang haben wir Futter im Gehege versteckt“, erzählt Tierpfleger Michael Heneka. Die automatischen Kästen können dieses Spiel nun zeitlich ausdehnen. -rie-

 
 

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