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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 29. August 2014

Wohnen: Volkswohnung baut 900 Mietwohnungen

NEUBAUTEN MIT 82 WOHNUNGEN: Eines der Mietwohnungs-Bauprojekte der Volkswohnung entsteht in der Karl-Flößer-Straße. Foto: Volkswohnung

NEUBAUTEN MIT 82 WOHNUNGEN: Eines der Mietwohnungs-Bauprojekte der Volkswohnung entsteht in der Karl-Flößer-Straße. Foto: Volkswohnung

 

"Zeit der Konversion ist vorbei" / Bautätigkeit in gesamter Stadt / Obert fordert auch Engagement anderer Gesellschaften

Die städtische Wohnungsbaugesellschaft „Volkswohnung“ (VoWo) will sich künftig wieder mehr dem Mietwohnungsbau widmen. „Die Zeit der großen Konversionen geht nach rund zehn Jahren dem Ende entgegen“, kündigt VoWo-Geschäftsführer Reiner Kuklinski anstehende Veränderungen an.

„Neureut ist weitgehend erledigt, dort haben wir nur noch einige Gewerbeflächen zu vermarkten“, zieht Kuklinski Bilanz über das Konversionsgebiet Kirchfeld-Nord.  Im Konversionsgebiet „Knielingen 2.0“ sollen noch je 150 Eigentums- und Mietwohnungen entstehen.

"Mietengagement der VoWo reicht gesamtstädtisch nicht"

Die VoWo hat ein Programm aufgelegt, mit dem sie seit 2012 und noch bis 2018 rund 900 Mietwohnungen errichten will. Bürgermeister Michael Obert, Aufsichtsratsvorsitzender der Volkswohnung, betont, dass diese Wohnungsbaugesellschaft die einzige in Karlsruhe sei, die sich ein solches Programm vorgenommen habe. Aus gesamtstädtischer Sicht genüge dies aber nicht. Obert freut sich allerdings darüber, dass sich das Bauvolumen der Volkswohnung in Sachen Mietwohnen in den letzten Jahren kräftig gesteigert habe. So seien in den letzten fünf Jahren bereits 278 Mietwohnungen fertig gestellt worden, in den fünf Jahren zuvor keine einzige und zwischen 1999 und 2003 gerade einmal 134 in der Nordstadt.

Derzeit besitzt die Volkswohnung rund 12.900 Mitwohnungen. Zu 60 Prozent sollen die derzeit laufenden oder anstehenden Neubaumaßnahmen durch Landes- und städtische Mittel gefördert werden und damit sozialem Wohnen zur Verfügung stehen, 40 Prozent der Wohnungen aus dem Programm sind frei finanziert.

Bauen auf eigenen Grundstücken

In erster Linie möchte die VoWo derzeit Grundstücke bebauen, die sich bereits in ihrem Eigentum befinden. „Wenn es aber interessante Angebote gibt, stellen wir uns auch dem Wettbewerb“, macht Kuklinski klar, dass auch Grundstückszuerwerb möglich ist.

Bauprojekte im Mietwohnungsbau hat die VoWo im gesamten Stadtgebiet. Entweder sind sie in der Planung oder bereits im Bau. Geschäftsführer Reiner Kuklinski zählt Stadtteile von Rintheim über die Waldstadt und Daxlanden bis nach Oberreut auf. So sollen in der Karl-Flößer-Straße etwa auf den Grundstücken abgerissener Häuser - diese hätten aufwändig saniert werden müssen - zwei sechsgeschossige Neubauten mit insgesamt 82 Mietwohnungen entstehen. Teilweise sind sie barrierefrei. Insgesamt plant die VoWo in dem Stadtteil rund 300 Wohnungen. Ebenso viele Wohneinheiten sind auf einem ehemaligen Sportgelände in Daxlanden vorgesehen.

In der Nordstadt hingegen hat die VoWo ein Bauvorhaben zurückgestellt. „Wegen der Begrünung haben wir dort noch einen langen Weg vor uns“, räumt Geschäftsführer Kuklinski ein. Die Gesellschaft sucht jetzt auf Flächen, die sich in ihrem Eigentum befinden, nach passenden Alternativen. -erg-

 
 

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