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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 5. September 2014

Gäste: Interessiert am Karlsruher Modell

EMPFANG: Bürgermeister Obert (rechts) begrüßte die von der jordanischen Transportministerin Lina Shbeeb angeführte Delegation. Foto Fränkle

EMPFANG: Bürgermeister Obert (rechts) begrüßte die von der jordanischen Transportministerin Lina Shbeeb angeführte Delegation. Foto Fränkle

 

Bis zu neun Millionen Passagiere können am jordanischen Queen Alia Hauptstadtflughafen jährlich abgefertigt werden, nachdem im letzten Jahr die umfassende Modernisierung und Erweiterung abgeschlossen wurde. "Was wir aber unbedingt noch brauchen, ist eine Bahnanbindung des 32 Kilometer vor Amman liegenden Airports. Deshalb interessiert uns das Karlsruher Modell besonders", erklärte die jordanische Transportministerin Lina Shbeeb in der letzten Woche bei einem Empfang im Karlsruher Rathaus.

Bei der Anbindung des Flughafens sollen die Bahnen unterschiedliche Spurweiten bewältigen können. "Wir sind auch gerade dabei unser Transportsystem zukunftsfähig zu machen", empfing Bürgermeister Michael Obert die jordanische Delegation zusammen mit Dr. Alexander Pischon und Ascan Egerer. Die beiden Geschäftsführer hatten in der Zentrale der Verkehrsbetriebe die Gäste aus Jordanien bereits rund um das Karlsruher Modell informiert.

Den Deutschlandbesuch hatte die Delegation, auf Einladung der DB International, in Potsdam und Rostock begonnen. "Wir bauen und beraten weltweit in Sachen Gleisverkehr und bieten Ingenieurdienstleistungen an", hofft Walter Stegner Bereichsleiter Südwest der DB International, die in Karlsruhe ein Kompetenzzentrum für Straßenbahn- und Metro betreibt, ebenso auf eine künftige Zusammenarbeit wie Salah Al Luozi, Generaldirektor der Jordan Hejaz Railway. Schließlich habe man schon beim Bau der ehemals von Damaskus nach Medina führenden 1.300 Kilometer langen Hedjazbahn (von 1900 bis 1908) erfolgreich auf das Know-how von deutschen Ingenieuren gesetzt.

Nun hoffe man als Transitland auf deutsche Unterstützung beim Ausbau der Eisenbahnfernverbindungen. Dabei soll auch die an der Grenze zu Israel liegende Hafenstadt Aqaba an die Fernstrecke zwischen Saudi-Arabien und dem Irak angebunden werden. -fis-

 
 

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