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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 19. September 2014

Flüchtlinge: Immer mehr Menschen kommen

Winterfeste Notunterkunft bei Mackensen-Kaserne

Täglich kommen 300 bis 400 Menschen nach Karlsruhe, um in Baden-Württemberg ein Asylverfahren zu beantragen. Diese anhaltend hohen Zugangszahlen stellen die Landeserstaufnahmeeinrichtung (LEA) des zuständigen Regierungspräsidiums Karlsruhe (RP) seit Wochen vor große Herausforderungen.

Mit einem weiteren Kraftakt schafft die Mittelbehörde nun auf dem Areal der früheren Mackensen-Kaserne eine weitere Notunterkunft für zunächst rund 700 Menschen. Das RP will so der Verpflichtung zu einer menschenwürdigen Unterbringung asylsuchender Menschen nachkommen. Die Unterkunft soll in den kommenden Tagen in Betrieb gehen. Nach einer zügigen und sorgfältigen Vorbereitung soll hier eine Unterbringung in winterfesten, beheizbaren so genannten Zelthallen mit festen Seitenwänden und Abtrennungen zur Wahrung der Privatsphäre gesichert werden. Zudem gibt es ausreichend sanitäre Einrichtungen. Regierungspräsidentin Nicolette Kressl: „Das ist ein wichtiger Baustein, um die Nutzung schlechter ausgestatteter Notunterkünfte beenden zu können.“
Nach intensiven Gesprächen mit der Stadt erwies sich die Mackensen-Kaserne als ein geeigneter und realisierbarer Standort. Bei der gerade laufenden raschen baulichen Umsetzung bewährte sich die Entscheidung, unter dem Dach des RPs einen Verwaltungsstab zur Erstaufnahme von Flüchtlingen einzurichten. Fachlich berührte Ministerien – in erster Linie das Innen-, das Integrations- und das Sozialministerium – sowie Polizei, Feuerwehr und alle RP-Fachabteilungen arbeiten in mehrmals wöchentlich stattfindenden Arbeitssitzungen an Lösungen anstehender Fragen und koordinieren die weitere Vorgehensweise, um die  menschenwürdige Unterbringung asylsuchender Menschen bis zur Verteilung in die Land- und Stadtkreise – zu gewährleisten. Dies gilt insbesondere für den Zeitraum, bis in Meßstetten  eine zweite LEA in Betrieb geht. -red-

 
 

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