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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 19. September 2014

Kultur: An der Spitze der Welle

UFO-LANDUNG MIT 3D-EFFEKT: Die Elektropop-Pioniere von Kraftwerk verbinden Klang und Bilder wie kaum eine zweite Band. Zum ZKM-Geburtstag gaben sie drei Konzerte. Foto: Fretz

UFO-LANDUNG MIT 3D-EFFEKT: Die Elektropop-Pioniere von Kraftwerk verbinden Klang und Bilder wie kaum eine zweite Band. Zum ZKM-Geburtstag gaben sie drei Konzerte. Foto: Fretz

 

10 000 Gratulanten beim 25. ZKM-Geburtstag

Üblicherweise werden Geburtstagskinder beschenkt und nicht die Gäste. Beim 25. Jubiläum des Zentrums für Kunst und Medientechnologie (ZKM) als von Stadt und Land getragener Stiftung des öffentlichen Rechts war es umgekehrt.

Es beschenkte seine Besucher mit drei Konzerten der Elektro-Pioniere Kraftwerk, einer neu gestalteten Web-Seite sowie einer Publikation zur ZKM-Historie mit dem Titel „Die Anfänge der Zukunft“- mit herausgegeben von zwei Männern der ersten Stunde, Dr. Michael Heck und Dr. Rolf Funck.

Gratulanten kamen jedenfalls am Fest-Wochenende zuhauf - über 10 000 Menschen nutzten das Angebot zum Mitfeiern, Tanzen, Schauen, Hören und Spielen. Und auch beim offiziellen Festakt am Freitagabend blieb kein Stuhl unbesetzt. Die „Eminenzen, Exzellenzen und Prominenzen“ - darunter auch Gertrud Klotz, die Witwe des ZKM-Gründungsdirektors Heinrich Klotz - begrüßte ZKM-Vorstand Peter Weibel nicht einzeln. Zu viele wären es gewesen. Er zählte auch nicht jene auf, die die Institution in diesem Vierteljahrhundert „unterstützt und beschützt“ hatten - ihre Namen flimmerten als „digitale Ehrentafel“ über die Leinwand.

In einer ehemaligen Munitionsfabrik werde „die Gesellschaft heute für die Zukunft munitioniert“, sprach OB Dr. Frank Mentrup von einem „wunderbaren Beispiel gelungener Konversion“. Das ZKM reite seit seiner Gründung „vorne an der Wellenspitze“ mit, statt Trends hinterher zu rennen, würdigte Staatssekretär Jürgen Walter vom baden-württembergischen Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst die Weitsicht der Karlsruher Visionäre. In kurzer Zeit sei es dem Szene-Newcomer gelungen, in einem Atemzug mit der Londoner Tate Modern, dem New Yorker Museum for Modern Art oder dem Pariser Centre Pompidou genannt zu werden - und das bei wesentlich geringerem Budget. ZKM-Chef Peter Weibel bescheinigte Walter eine „geradezu beängstigende Schaffenskraft“, er sei der „personifizierte Urknall der Innovation“. -maf-

 
 

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