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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 19. September 2014

Schulen: Eine Mitte für das Potpourrie

DIE GRÖTZINGER SCHULZUKUNFT: Mit Vertretern des  Büros Schwinde stellen der OB, Ortsvorsteher Thomas Tritsch, Schulrektorin Yvonne Seiler und Hochbau-Chefin Sick das Konzept vor. Foto: MMG

DIE GRÖTZINGER SCHULZUKUNFT: Mit Vertretern des Büros Schwinde stellen der OB, Ortsvorsteher Thomas Tritsch, Schulrektorin Yvonne Seiler und Hochbau-Chefin Sick das Konzept vor. Foto: MMG

 

Ergebnis Planungswettbewerb Gemeinschaftsschule Grötzingen

Grötzingen ist mit der ersten Gemeinschaftsschule Karlsruhes ein ganz besonderer Schulstandort - und soll nun im Zusammenhang mit der Erweiterung auch die passende Hülle bekommen.

Diese liefert diese Woche der Planungswettbewerb „Erweiterung der Gemeinschaftsschule in Grötzingen“. Mit der Arbeit des Architekturbüros Peter Schwinde (München) bekomme „das Potpourri eine richtige Mitte“, freute sich Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup bei der Vorstellung der Ergebnisse. In der Jurysitzung hätten sich die Anforderungen an das pädagogische Konzept einer Gemeinschaftsschule und die städtebauliche Einbindung als die wesentlichen Parameter herausgestellt, so Mentrup. Eine Herausforderung, die der Sieger mit einem städtebaulich sensiblen und funktional sehr anspruchsvollen Beitrag beantwortet hat, befand die Jury einstimmig.

Momentan untergebracht ist die Augustenburg-Gemeinschaftschule (im Endausbau 2,5-zügig geführt mit 420 Schülerinnen und Schülern)
in Nachbarschaft von Hallenbad Grötzingen und der im Wettbewerb ebenfalls betrachteten Schlossschule (konzipiert als 3-zügige Grundschule mit 2-zügigem Ganztagesbetrieb bei 312 Schülerinnen und Schülern) in einem Gebäudekomplex aus verschiedenen Jahren. Und in Containern, denn im Erweiterungsbau aus den 1970er Jahren wurde 2013 eine Asbestbelastung festgestellt. Die Neubauten sollen zusätzlich benötigten Flächen von rund 5.000 Quadratmetern aufnehmen.

Gelungen sei die Reaktion auf unterschiedliche Nutzergruppen in den beiden Neubauten unter Berücksichtigung von Freiflächen und Wegesystem, erläuterte die Leiterin des Amts für Hochbau und Gebäudewirtschaft, Anne Sick. Die kompakte Erweiterung der Schlossschule (Baujahr 1827) halte respektvollen Abstand zum denkmalgeschützten Gebäude und biete einen direkten Zugang zur Stadtteilbibliothek, so die Jury.  Die Stadtteilbibliothek kehrt an ihren Ursprungsort zurück und wird im viergeschossigen „Auftakt-Gebäude“ des neuen Schulzentrums wahrnehmbar. Dem Heinrich-Dietrich-Bau (1950er Jahre) wird das neue multifunktionale Lernhaus zugeordnet, das viergeschossig zum Ankerpunkt des Areals wird.

Die Platzierung von Haupteingang, Verwaltungsbereich und Zufahrt zur Gemeinschaftsschule erlaubt optimale Betriebsabläufe. Die Nutzung des Südhofes als Außengelände der Mensa erhöht deren Attraktivität. Die Busanfahrt zur Gemeinschaftsschule, die als Inklusionsschule Barrierefreiheit braucht, erfolgt über die Staigstraße. Die Hanglage erschwere Barrierefreiheit, so Peter Schwinde, „für den zentralen Bereich sei diese aber gegeben.“ Die Topografie zunutze machte sich sein Büro bei den dem Speisesaal zugeordneten Sitzstufen am Hang. Vier Preise und eine Anerkennung wurden vergeben.

Alle 18 Arbeiten sind bis 23. September in der Begegnungsstätte Grötzingen ausgestellt. Öffnungszeiten: täglich von 10 bis 18 Uhr. -rie-

 
 

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