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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 26. September 2014

Bürgerversammlung: Verkehr in Rintheim im Fokus

Auch Nachverdichtung ist wichtiger Punkt im Stadtteil

Zu einer Bürgerversammlung luden kürzlich der Bürgerverein Rintheim und die Stadt Karlsruhe. Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup kam mit etlichen Experten aus der Verwaltung in den östlichen Stadtteil – und die Resonanz war gewaltig.

Kein Stuhl blieb unbesetzt, als Themen wie Umfahrung von Hagsfeld und Rintheim, Nachverdichtung, Ansiedlung des Möbelhauses ikea, Gehwegparken, Lärm- oder Abfallproblematik besprochen wurden. „Für die große Resonanz danke ich Ihnen. Es zeugt vom großen Interesse an der Entwicklung Ihres Stadtteils“, so der OB, der auch auf das aktuelle Sanierungsprogramm verwies, ehe Prof. Dr. Anke Karmann-Woessner, Leiterin des Stadtplanungsamts, über Nachverdichtung im Stadtteil informierte. Die Schaffung von Wohnraum im Innenbereich bezieht sich auf ein 3,1 Hektar großes Areal in der Forststraße. 60 Prozent der geplanten Einheiten zählen zum geförderten Wohnungsbau. „Wir möchten bezahlbaren Wohnraum für unterschiedliche Zielgruppen schaffen und einen Lückenschluss im Quartier erreichen.“ Auch quartiernahe Versorgung mit einem kleinen Einkaufsmarkt sei geplant. Eventuell könne bereits im ersten Quartal 2015 mit den Arbeiten begonnen werden, so Reiner Kuklinski, Geschäftsführer der Volkswohnung.

Über die Situation „Gehweg-Parken“ informierte Stadtplaner Ulrich Wagner. Dies sei zwar nicht zulässig, werde jedoch seit gut 30 Jahren geduldet. Einseitige Parkierungen, teilweise Legalisierung des Gehweg-Parkens oder „shared-space“ (Verkehrsteilnehmer teilen sich Räume) seien mögliche Modelle. In Sachen Verkehr monierten Bürger das zunehmende Parken von Firmenfahrzeugen vor Wohnhäusern. Günter Cranz vom Ordnungsamt bestätigte die Zunahme auf der Fläche. Allerdings seien der Stadt die Hände gebunden. Die geplante Ansiedlung von ikea begrüßte Karmann-Woessner als „positive Entwicklung, zumal dies nicht auf der grünen Wiese geschieht und bestens zur Gesamtentwicklung der Durlacher Alle passt“. Ein Fassadenwettbewerb soll das Projekt flankieren. Die Lärmproblematik schnitt ein Anwohner der Mannheimer Straße an, wo derzeit an der Tram-Linie gearbeitet wird. Ein Bürger beklagte sich über lauten Güterverkehr in der Nacht. Ostring und Haid- und Neustraße seien vom Verkehrslärm besonders betroffen. Die Experten betonten, dass am Lärmaktionsplan (Tempo 30 Zonen, Lärmschutzwände) weiter gearbeitet werde.

Zur Südumfahrung Hagsfeld gab wenig Neues zu berichten. Gutachten seien derzeit in Planung. Über den aktuellen Stand zur Wertstofftonne referierte AfA-Leiter Stefan Kaufmann in der von Dr. Helmut Rempp (Bürgerverein Rintheim) moderierten Veranstaltung. -voko-            

 
 

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