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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 26. September 2014

Gemeinderat: Grötzinger Hängepartie entschieden

GEWÄHLT: Die Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher Ernemann, Frank, Gartner, Huber, Ries, Eßrich und Stober (v. l.) mit OB Mentrup (M).

GEWÄHLT: Die Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher Ernemann, Frank, Gartner, Huber, Ries, Eßrich und Stober (v. l.) mit OB Mentrup (M).

 

Karen Eßrich bekam klare Mehrheit / Plenum wählte Ortsvorsteher für sieben Stadtteile

Die Entscheidung darüber, wer in den kommenden fünf Jahren in Grötzingen an der Spitze von Ortschaftsrat und Verwaltung steht, ist gefallen. Der Gemeinderat wählte am Dienstag auf seiner jüngsten Plenarsitzung Karen Eßrich zur neuen Ortsvorsteherin.

In der geheimen Wahl fielen 27 Stimmen auf die 47-jährige Teamleiterin des Sozialen Diensts beim Stadtamt Durlach. Ihr Mitbewerber Thomas Tritsch, der in den vergangenen elf Jahren das Amt des Ortsvorstehers bekleidet hatte, erhielt 20 Stimmen. Das klare Votum des Plenums für Eßrich beendete die politische Hängepartie und die öffentlichen Debatten, die nach dem Patt im Grötzinger Ortschaftsrat zwischen dem 52-jährigen Amtsinhaber und seiner von SPD und Grünen unterstützten Herausfordererin entstanden waren.

Im Plenum selbst gab es am Dienstag keine Diskussion. Zum Schutz der Kandidaten könne er ohnehin „keine öffentliche Personaldebatte zulassen“, betonte OB Dr. Frank Mentrup in seinem Statement vor dem Wahlgang. Der Ortschaftsrat sei „Herr des Verfahrens“ gewesen und habe signalisiert, die Entscheidung des Gemeinderats zu akzeptieren, sagte Mentrup zu einer entsprechenden Anfrage der FDP. Wie die Wahl der Ortsvorsteherin wurde auch die zu ihrem ersten Stellvertreter, für den ebenfalls zwei Vorschläge aus Grötzingen gekommen waren, in geheimer Wahl entschieden. Bei der bekam Titus Tamm 27 Stimmen, Jürgen Schumacher 20. Renate Weingärtner wurde einstimmig zweite Stellvertreterin.

Zur Wahl der Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher sowie deren Stellvertreter in sechs weiteren Stadtteilen hatten die jeweiligen Ortschaftsräte dem Gemeinderat klare Vorschläge unterbreitet. Und die nahm das Plenum dann in offener Abstimmung auch jeweils einstimmig an. Danach leitet die bisherige Ortsvorsteherin Alexandra Ries auch in den kommenden fünf Jahren die Geschicke Durlachs. Ihre Stellvertreter dabei sind die Ortschaftsräte Martin Pötzsche, Michael Griener und Jörg Köster. In ihrem Amt bestätigt wurden auch die Ortsvorsteher von Neureut, Jürgen Stober (Stellvertreter: Herbert Böllinger, Harald Denecken, Thomas Metzger und Brigitte Schmider), und von Wettersbach, Rainer Frank (Stellvertreter: Tilman Pfannkuch und Peter Hepperle). Und auch in Hohenwettersbach geht die bisherige Ortsvorsteherin Elke Ernemann (Stellverteter: Julia Schulze Steinen, Detlef Kamlah) in ihre nächste Amtszeit.

Wechsel gibt es hingegen in Wolfartsweier und in Stupferich. Dem langjährigen Ortsvorsteher Jürgen Morlock, der nicht mehr kandidiert hatte, folgt in Wolfartsweier Anton Huber nach (Stellvertreter: Joachim Supper, Tino Huber). Bei der Kommunalwahl ebenfalls nicht mehr angetreten war Rolf Doll, der 25 Jahre lang die Geschicke in Stupferich lenkte. Seine Nachfolge als Ortsvorsteher des Höhenstadtteils tritt Alfons Gartner an. Stellvertreter sind Ludwig Kast und Manfred Baumann. -trö-

 
 

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