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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 26. September 2014

Stadtgrün: Grötzinger Idyll

KLEINOD: Begeistert war die Jury vom Hof in der Niddastraße 8. Foto: Bastian

KLEINOD: Begeistert war die Jury vom Hof in der Niddastraße 8. Foto: Bastian

 

Juryrundfahrt zum Hinterhofwettbewerb

Geschichtsträchtiges Grötzinger Fachwerk, Buntsandsteine, berankt mit Wein und Glyzinie, bewachsen mit mediterraner Feige, getoppt von Oleander, Olive und Tomate in Terrakottagefäßen - der Hof in der Niddastraße 8 hatte es der Jury des Hinterhofwettbewerbs angetan.

Auf ihrer Fahrt am vergangenen Freitag  besichtigte sie noch 18 weitere Höfe, die aus 52 angemeldeten ausgewählt worden waren. Zum 30. Mal seit 1977 hatte die Stadt die alle zwei laufende Jahre Konkurrenz ausgelobt, bilanzierte  Bürgermeister Michael Obert. Exakt 3016 Anmeldungen gab es seither. Immer wieder „überrascht" sei er, wie viele solcher „Kleinode" es in der Stadt gebe. Ziel, so Helmut Kern, Chef des Gartenbauamts, ist nach wie vor die Begrünung von Höfen, Dächern und Fassaden. Dafür gibt es seit 1982 ein jährliches Förderprogramm. Dieses Jahr stehen für den von der Landesbausparkasse mit 2600 Euro gesponserten Wettbewerb 20 000 Euro zur Verfügung. Was sich aus den vor Ort unterschiedlichen Situationen machen lässt, dafür bietet das Gartenbauamt kostenlose Beratungen an. Zuschüsse gibt es jedoch nur in dicht bebauten Stadtteilen. Carmen und Peter Kumm in Grötzingen bekamen deshalb nichts. Das hinderte sie allerdings nicht, das seit Generationen in der Familie weitergegebene Wächterhaus samt Grund-mauern aus dem Jahr 1626 und „ursprünglich so kahlem wie langweiligen" Wirtschaftshof aus dem „Bestand zu entwickeln". Die direkt neben dem Rathaus gelegene Hofmauer entstand aus alten Bruchsteinen neu, ebenso ein Brunnen und ein Mäuerchen mit Sitzplatz. Davor entführt ein Engel des Nachbarn und „Holzsägekomponisten" Guntram Prochaska  in himmlische Gefilde. Malerische Holzstapel verbergen den Autoabstellplatz. Preisverleihung ist am 14. November im Rathaus. -cal-

 
 

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