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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 26. September 2014

Umwelt: Dritte Ecofit-Runde abgeschlossen

Ecofit: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von sechs Unternehmen und Einrichtungen bekamen von OB Dr. Frank Mentrup (l.) und Helmfried Meinel (Umweltministerium r.) ihre Zertifikate. Foto: pr/ONUK

Ecofit: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von sechs Unternehmen und Einrichtungen bekamen von OB Dr. Frank Mentrup (l.) und Helmfried Meinel (Umweltministerium r.) ihre Zertifikate. Foto: pr/ONUK

 

Sechs Unternehmen verbesserten betrieblichen Umweltschutz

Die dritte Projektrunde „Ecofit Karlsruhe 2013/2014“ schlossen kürzlich sechs Einrichtungen und Firmen ab. Mit dem Umweltberatungsprogramm unterstützen Stadt und Land vor allem mittelständische Unternehmen, ihren betrieblichen Klima- und Umweltschutz zu optimieren.

Kosten, etwa für Energie oder die Abfallentsorgung werden so reduziert.  Teilgenommen hatten die PR-Agentur Arthen, die Firma Carl Roth (Großhandel für Laborbedarf, Life Science und Chemikalien), das Fächerbad, die Sparkasse, das Friedhof- und Bestattungsamt sowie das städtische Klinikum.

Bei der Übergabe der Ecofit-Zertifikate lobte OB Dr. Frank Mentrup, die realisierten Verbesserungen: "Mit der Auszeichnung als Ecofit-Betrieb würdigen wir dieses Engagement, das sich in dreifacher Hinsicht lohnt: Für die einzelnen Einrichtungen, den Wirtschaftsstandort Karlsruhe und den städtischen Klimaschutz.“ Gleichzeitig bekannte der OB, dass es gar nicht so einfach sei, Unternehmen zu finden, die solche Mühen auf sich nehmen wollten. Er appellierte daher an die Teilnehmer, auch befreundete und benachbarte Unternehmen für Ecofit zu werben.

„Landesweit haben bisher rund 300 Einrichtungen und Unternehmen das Ecofit-Programm absolviert"  ergänzte Helmfried Meinel, vom  Umweltministerium des Landes. Noch vor kurzem sei  betrieblicher Umweltschutz als Kostenfaktor angesehen worden. Jetzt aber setzte sich die Erkenntnis durch, dass Umweltmanagement in Zeiten knap¬per Ressourcen zur Langzeitsicherung der Unternehmen beitrage. Daher werde Ecofit fortgesetzt.

So sparten die aktuellen Projektteilnehmer mehr als 78.000 Euro und fast 260 Tonnen Kohlendioxid ein. Ein Großteil geht auf geringeren Strom- und Wärmeverbrauch zurück. Dazu kommen kleinere Beträge bei Abfällen und Rohstoffen sowie organisatorische  Verbesserungen.  Knapp zwei Drittel der  notwendigen Investitionen amortisieren sich innerhalb von drei Jahren. Rund die Hälfte kommt außerdem Unternehmen aus der Region zugute. Konkret reicht das von der Abschaltung von Leerlaufverlusten (Sparkasse), dem Einbau hocheffizienter Umwälzpumpen (Fächerbad) oder dem Einsatz von LED-Leuchten in der Tiefgarage (Klinikum) bis zu Verbesserungen beim Abfallmanagement (Friedhof- und Bestattungsamt) oder der Anschaffung von Dienstfahrrädern (Arthen). Carl Roth installierte einen Erdkollektor zur Zulufterwärmung und -ab¬kühlung und sparte  so rund 38.000 Kilowattstunden Strom (21 Tonnen CO2)  für die Klimatisierung ein.

Das bedeutet eine jährliche Gesamtreduktion des Energiever¬brauchs von rund 594.000 Kilowattstunden (141 Vier-Personen-Haushalte)  und 259 Tonnen CO2.

In den beiden ersten Ecofit-Runden hatten zwölf Karlsruher Unternehmen rund  220.000 Euro und 575 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart.
An Ecofit Interessierte werden fündig unter www.karlsruhe.de (Stichwort ECOfit) und unter Telefon 133-3104.  -red/cal-

 
 

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