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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 26. September 2014

Verkehr: Kontrollen vor Schulen

SO GEHTS: Erster Bürgermeister Jäger erklärt den ABC-Schützen, wie sie sicher über die Straße kommen. Foto: Fränkle

SO GEHTS: Erster Bürgermeister Jäger erklärt den ABC-Schützen, wie sie sicher über die Straße kommen. Foto: Fränkle

 

Den Kindern ein Vorbild sein / EB Jäger: „Eltern verhalten sich oft egoistisch.“

Ein neues Schuljahr hat begonnen. So sind wie jedes Jahr wieder viele neue Schüler auf den Straßen unterwegs. Für Autofahrer heißt das besondere Aufmerksamkeit walten zu lassen. Vor allem in der Nähe einer Schule.

Aus diesem Grund führt das Ordnungsamt immer wieder Geschwindigkeitskontrollen vor Schulen durch. Vergangenen Montag vor der Grundschule Grünwinkel in der Hopfenstraße. „Die Eltern fahren teilweise richtig brutal“, konstatiert Günter Cranz vom Ordnungsamt. „Es ist zum Teil gruselig. Ich finde es einfach nur traurig, dass persönliche Befindlichkeiten vor denen der Kinder stehen“, seufzte Schulleiterin Eva Mees. Erster Bürgermeister Wolfram sagte, dass es „in den nächsten Wochen verstärkt Kontrollen an Schulen geben“ wird. Autofahrer müssen jede Gefährdung von Kindern ausschließen. Zu hohe Geschwindigkeit sei immer noch die Unfallursache Nummer eins, so Jäger weiter. Auch seien die Kinder in den so genannten Elterntaxis mangelhaft gesichert, da viele denken würden, in einer Tempo 30 Zone brauche man das nicht, kritisiert Jäger.

Doch nicht nur die Geschwindigkeit ist ein Thema. Vor allem das Parkverhalten sei problematisch. „Die Eltern stehen im absoluten Halteverbot, in der zweiten Reihe, einfach überall kreuz und quer. Die komplette Straße ist blockiert. Obwohl sie den Hornbach-Parkplatz benutzen dürfen“, sagte Eva Mees. Die Eltern sollten auch so parken, dass sie zum Gehweg hin aussteigen und nicht mehr die Straße überqueren müssen, fügte Jäger an. Es gab bereits Versuche von Lehrern und der Elternvertretung, das Thema zu diskutieren. Der Erfolg war allerdings gering. „ Die Eltern sagen ja nix dagegen, aber sie machen es einfach nicht“, ist die Elternbeiratsvertreterin Eftihia Heß merklich enttäuscht.
Trotz des „egoistischen Verhaltens“, wie es Bürgermeister Jäger nennt, ist bisher noch kein Kind zu schaden gekommen. „Die Schüler hatten bisher immer einen Schutzengel. Uns geht es aber darum, vorher was zu tun. Damit der Schutzengel nicht gebraucht wird“, begrüßt Mees solche Aktionen.

Als ob es die Eltern gewusst haben, läuft an diesem Tag alles wie es soll. Kein Verkehrschaos vor der Schule und auch der Blitzer leuchtete fast gar nicht auf. „Das ist bestimmt nur, weil wir hier stehen“, sagte Mees und fügte an: „Wenn sie immer so fahren würden“. -jäm-

 
 

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