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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 3. Oktober 2014

Gemeinderat: Integration ist zu beschleunigen

 

Gemeinderat beklagt Dauer der Anerkennung von ausländischen Abschlüssen

Es dauert zu lange, bis Migrantinnen und Migranten eine ihrer Qualifikation entsprechende Arbeit annehmen können, weil die Anerkennung der Berufsabschlüsse oder eine Nachqualifizierung zu viel Zeit in Anspruch nimmt.

„Das muss schneller und effektiver möglich sein. Was fehlt, ist eine Stelle vor Ort", erläuterte Dr. Ute Leidig den Antrag der GRÜNE-Fraktion, nach dem die Stadt in Karlsruhe eine Beratungsstelle zur Anerkennung von ausländischen Berufsabschlüssen und den Aufbau eines Netzwerkes zur Nachqualifizierung initiieren solle. Dabei sei zu prüfen, ob diese Beratungsstelle organisatorisch und räumlich beim „Welcome Center" der TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) angegliedert werden könne.

Nachdem die Stadt beim Land die Kofinanzierung einer Stelle für den Aufbau und die Koordination eines Netzwerkes für die berufliche Nachqualifizierung bereits gestellt habe, solle man erst das Ergebnis abwarten und bei einer Bedarfsprüfung auch andere Beratungsangebote berücksichtigen, sah Dr. Rahsan Dogan (CDU) weiteren Klärungsbedarf. Für eine „charmante und intelligente Idee" hielt der SPD-Fraktionsvorsitzende Parsa Marvi die Überlegung, die Anerkennung ausländischer Bildungs- und Berufsabschlüsse in das Informations- und Beratungsspektrum des TRK-Welcome Center „einzubetten". Daneben begrüßte er den von der Stadt und der AWO beantragten Kofinanzierung einer „Netzwerkstelle".

Die bestehende Erstberatungsstelle für den Regierungsbezirk in Mannheim reiche nicht aus „sprachen sich Max Braun (KULT) und Karl-Heinz Jooß (FDP) für eine zusätzliche Stelle in Karlsruhe aus. Allgemeine Zustimmung fand der Vorschlag von OB Dr. Mentrup, den Antrag der Grünen weiter im Migrationsbeirat und im Wirtschaftsförderungsausschuss zu behandeln. -fis-

 
 

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