Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 3. Oktober 2014

Kombilösung: Warten auf den Deckel

 

Kombibaustelle am Marktplatz macht sichtbar Fortschritte

Die Bauarbeiten zur Kombilösung treten am Marktplatz in die nächste Phase ein. Die Hochdruckinjektions-Sohle (HDI-Sohle) auf der gesamten Fläche größten der künftigen Haltestellen ist bereits ins Erdreich „eingedüst“. Jetzt sind dort Vorbereitungen für die Herstellung des Haltestellendeckels im Gange. Danach wird sich die Baugrube wieder schließen.

Nach Mitteilung der Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG), der Bauherrin der Kombilösung, sichern derzeit beauftragte Firmen die Sohle noch mit Ankern gegen den Auftrieb durch das Grundwasser. Weiter laufen Arbeiten zur Qualitätssicherung wie die Pumpversuche.

In der Karl-Friedrich-Straße wird die „Bodenverbesserung“ fortgesetzt. Bei der bringen die Kombibauer Feststoffe und Weichgel in das Erdreich ein. Damit wollen sie Stabilität und Abschirmung gegen Grundwasser für den bergmännischen Tunnelvortrieb des 250 Meter langen Abschnitts zwischen Marktplatz und Ettlinger Tor sichern.

Rund um das Ettlinger Tor können Passanten unterschiedliche Arbeiten beobachten: Nördlich der Kriegsstraße wird am nordöstlichen Haltestellenzugang wie auch am nordwestlichen unterirdischen Zugang zum dortigen Einkaufszentrum gewerkelt. Südlich der Kriegsstraße haben mit der Überschüttung des Haltestellen-Teildeckels die Arbeiten an der neuen Verkehrsführung zur Umfahrung des Ettlinger Tors begonnen.

Im sich südlich daran anschließenden Tunnelabschnitt wird - wie am Marktplatz - die HDI-Sohle mit Ankern gegen den Auftrieb durch das Grundwasser geschützt. Bei der Kreuzung der Ettlinger Straße mit Baumeister- und Hermann-Billing-Straße stellen Arbeiter Auflager für die Hilfsbrücke her, die direkt neben der bestehenden Hilfsbrücke für die Bahnen bald den in Ost-West-Richtung fahrenden Autoverkehr aufnimmt. Auch in der Ettlinger Straße wird die Lage der Fahrbahnen geändert: Die aus Richtung Hauptbahnhof kommenden Autos sollen künftig über die bereits hergestellten Haltestellen-Teildeckel am Kongresszentrum fahren. Deshalb laufen hier bereits Straßenbauarbeiten, während etwas weiter südlich im Bereich des dortigen Tunnelabschnitts die Schlitzwände und im Bereich der Rampe bereits die HDI-Sohle hergestellt werden.

Schlitzwandarbeiten stehen jetzt auch am Mühlburger Tor auf dem Programm. Gleichzeitig düsen die Arbeiter die Sohle für den Zielschacht ins Erdreich. Aus dem wird im nächsten Jahr die Tunnelvortriebsmaschine nach ihrer zwei Kilometer langen Fahrt unter der Kaiserstraße geborgen. -red-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe