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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 3. Oktober 2014

Kultur: 45 Jahre Jazzclub

SAXOPHONIST PETER LEHEL ist einer von vielen Acts. Foto: Bastian

SAXOPHONIST PETER LEHEL ist einer von vielen Acts. Foto: Bastian

DAS ZKM ALS FEIERKULISSE: Zum Geburtstag gibt es für Jazzfreunde ordentlich was auf die Ohren. Foto: Bastian

DAS ZKM ALS FEIERKULISSE: Zum Geburtstag gibt es für Jazzfreunde ordentlich was auf die Ohren. Foto: Bastian

 

Jazz satt auf drei Bühnen / Geburtstagsparty im ZKM

Zum 35. Geburtstag beschenkte der Karlsruher Jazzclub sich und seine Gäste mit dem Landesjazzfestival. Zehn Jahre später wird ebenfalls groß gefeiert. Aber statt über mehrere Tage verteilt zünden die Macher das Jazz-Feuerwerk an einem Abend.

Am Samstag, 4. Oktober, ab 18 Uhr spielen zehn Bands, die Stile sind bunt gemischt und statt Jubez dient nun das Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) als Feierkulisse. Geboten wird Jazz satt. Von Funk, Soul, Fusion-Jazz über Avantgarde und Modern Jazz bis Swing reicht das Spektrum. „Modern und frisch“ soll das Programm sein und „internationales Flair mit Karlsruher Jazztradition verbinden“, so der Anspruch der Clubvorsitzenden Niklas Braun und Enrik Berkhan.

Mit Led Bib stellt sich etwa die junge britische Jazzszene vor. Das Konzert um 22.30 Uhr wird von SWR2 ebenso live aufgezeichnet wie das des Jochen Rückert Quartetts mit Mark Turner am Saxofon um 22.30 Uhr. Nicht fehlen darf beim Radiomitschnitt das Ensemble „DFTH + HBW“ (18.30 Uhr). Die  „undogmatisch improvisierende Formation“ stehe für „musikalische Gespräche auf hohem Niveau“ ist über das Szene-Urgestein zu lesen. Am Schlagzeug sitzt überdies mit Rudi Theilmann ein Musiker, der lange Jahre die Programmgestaltung des Jazzclubs verantwortete. Weitere Künstler an den drei Spielorten Kubus, Medientheater und Loungebühne sind das Harald Schwer Quintett mit einem „Tribute to George Shearing“ (18 Uhr), das belgische Sextett Okon & The Movement (19 Uhr) sowie vier Bläser und „Der 5. Mann“ am Kontrabass, die sich um 20 Uhr auf eine kriminologische Zeitreise durch Musikwelt und Filmklassiker begeben.

Der schwedische Saxofonist Magnus Lindgren hat sein Album „Souls“ im Gepäck (21 Uhr), sein deutscher Kollege Peter Lehel die Electricband (21.30 Uhr). Viviane de Farias vereint um 23 Uhr Jazz, Klassik und Samba. Das ist schon heiß. Vielleicht noch heißer wird es beim Parallelkonzert mit Andy Pfeiler, „dem Mann für die funky Riffs auf der Gitarre“ in Nils Landgrens Funk Unit. Der Festivalpass kostet an der Abendkasse 48 Euro, im Vorverkauf 45 Euro.

Das ZKM gehört neuerdings zu den Kooperationspartnern des Clubs, der seine 2007 bezogene Spielstätte in der Schlachthofgaststätte nach Differenzen mit dem Betreiber aufgegeben hat. Von Kulturdezernent Wolfram Jäger moderierte Gespräche führten zu keinem Ergebnis, mit dem die Konfliktparteien leben konnten. Die Konstellation schien zu komplex, organisatorische Abläufe nicht vereinbar. Der Jazzclub schuf Fakten und führt seither ein Vagabundendasein mit reduziertem Angebot. Man hoffe bald einen guten Weg in eine „nachhaltig gesicherte Zukunft“ präsentieren zu können“, so die Verantwortlichen. -maf-

 
 

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