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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 3. Oktober 2014

Therme Vierordtbad: Sternenhimmel und Brunnenmädchen

RÜCKKEHR: Alexander Brakert (Vierordtbad) und Klaus Weindel (Gartenbauamt) freuen sich mit Bürgermeister Michael Obert und Bernd Stähler (Gartenbauamt, v.l.) darüber, dass die Mädchen-Figur wieder da ist. Foto: Fränkle

RÜCKKEHR: Alexander Brakert (Vierordtbad) und Klaus Weindel (Gartenbauamt) freuen sich mit Bürgermeister Michael Obert und Bernd Stähler (Gartenbauamt, v.l.) darüber, dass die Mädchen-Figur wieder da ist. Foto: Fränkle

 

Entree neu gestaltet / Bargeldlos bezahlen / Hygieia-Brunnen wieder vollständig

Die neueste Frischzellenkur für das Vierordtbad ist abgeschlossen und die entwendete Mädchenfigur des Hygieia-Brunnens repariert. Die Arbeiten am Dach der Therme dauern voraussichtlich noch bis Ende Oktober.

Nach dreiwöchiger Revision, in der es viele Neuerungen gegeben hat, ist das Vierordtbad nun wieder geöffnet.  Ins Auge der Besucherinnen und Besucher fällt zuerst der neu gestaltete Eingangsbereich beim Betreten der Therme. Die helle und freundliche Empfangstheke erstrahlt nun in einem modernen Weiß und wird mit indirektem Licht hervorgehoben, Dahinter befindet sich ein echtes Highlight, denn zwei große, im Hintergrund beleuchtete Steinplatten, angefertigt von einer in Rheinstetten ansässigen Spezialistin für Dekoration, schmücken stilvoll die einst triste Wand.

Wie im Europabad gibt es nun auch im "Vierordt" ein bargeldloses Bezahlsystem in Form von Kunststoffmünzen und Transponderkarte im Kreditkartenformat, die einen berührungslos schreib- und lesbaren Datenspeicher enthalten. Badegäste erhalten eine oder mehrere Chipmarken - je nachdem welche Aufenthaltszeiten sie auswählen. Die Marken ermöglichen eine automatische Zulassungskontrolle an Eingängen und Durchgängen.

Die Spindtüren sind ebenfalls mit einem Pfandschloss ausgestattet, dessen Schlüssel sich nur mit Chipmarke abziehen lässt. Im Shop- und Gastronomiebereich bezahlt man jetzt auch bargeldlos mit den Chipmarken. Vor dem Ausgang begleicht der Badegast zusätzlich in Anspruch genommene, auf der Chipmarke verbuchte  Leistungen am Nachzahlautomat oder an der Handkasse. Eine Transponderkarte dient als Wertkarte für Stammgäste, sodass sie prozentuale Ermäßigungen auf Einzeleintritte erhalten.

Auch im Thermeninneren hat sich einiges getan. So können sich die Gäste auf eine neu gestaltete 90- Grad-Sauna freuen. Großformatige Echtholzpaneele aus wertvollen Wengehölzern umgeben das Saunainnere. Über den zwei neuen Saunaöfen befindet sich an der Decke eine Natursteinplatte. Zusätzlich werten die Liegeflächen aus Abachiholz die Sauna auf. Durch einen Sternenhimmel, in Form von kleinen LED-Lämpchen,  und die indirekte Beleuchtung an den Rückenlehnen der Liegeflächen entsteht so eine sehr angenehme Wohlfühlatmosphäre.

Abgerundet wurde die Revision durch Malerarbeiten sowie die Einführung von Fernwärme und die Erneuerung der Dächer in Nord-Süd-Ausrichtung. Letztere dauert  noch etwa bis Ende Oktober, weswegen noch mit Einschränkungen durch aufgestellte Gerüste zu rechnen ist. Weitere Informationen gibt es im  Internet unter www.ka-baeder.de, www.ka-vierordtbad.de oder unter Telefon 0721/133-5222. 

Wieder vollständig ist der Hygieia-Brunnen am ursprünglichen Eingang des Vierordtbades. Bürgermeister Michael Obert nahm den Brunnen am Dienstag offiziell wieder in Betrieb. Die bronzene Mädchen-Figur am nord-westlichen Brun­nenrand war 2013 gestohlen worden. In einem Waldstück bei Bellheim wurde sie wiederentdeckt und eine Vierordtbad-Besu­che­rin erkannte, dass es sich um die Karlsruher Brunnenfigur handelte. Denn sie war zwischenzeitlich an einer Straße in Bellheim aufgestellt worden.

Vermutlich hatten die Diebe es auf das Metall abgesehen. Leider beschädigten sie die Figur mit Säge und Hammer. In der Kunstschmiede Traubel in Altrip ist sie nun repariert worden und sitzt wieder unterhalb von Hygieia, der griechischen Göttin der Gesundheit, am Brunnenrand. Mit einem neuen Zeigefinger und mehreren Beiarbeitungen, wie Bernd Stähler vom Gartenbauamt berichtet. Dass sie wieder wie neu aussieht, war dabei nicht das Ziel. Obert freut sich über „das Happy End einer bösen Geschichte", stellte beim Vor-Ort-Termin aber auch grundsätzlich einen "gewissen Sanierungsbedarf" des Brunnens fest. -red-

 
 

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